Der Untergang des römischen Reiches

Kategorie: Geschichte
Eingesendet: 14.03.2007
Wörter: 7807
Autor: LiLVeVe
Dokument melden:

Der Untergang des römischen Reiches

Der
Untergang des Römischen Reiches

Für
die Historiker endete am 28. August 476 die Geschichte des Römischen
Weltreichs. An diesem Tag setzte der germanische König Odoaker
den jungen römischen Kaiser Romulus Augustus ab. War das aber
die einzige Ursache für das Ende Roms oder begann der Niedergang
schon früher?

Seit Jahrhunderten wird über die
Gründe spekuliert. Unzählige Theorien wurden aufgestellt,
um die Ursachen für den Untergang des einstigen Weltreichs zu
finden. Dieser Beitrag soll wahrscheinlichere Gründe kurz
darstellen.

Germanen

Zunächst standen die
Römer den Germanen skeptisch gegenüber. Die Römer
betrachteten die Bewohner der Wälder jenseits des Rheins und der
Alpen als Babaren. Andererseits sahen einige Schriftsteller wie
Tacitus auch Charakterzüge bei den Germanen, die
bewunderungswürdig waren. So lobte er die Kraft der Germanen und
die Sittsamkeit ihrer Frauen. Damit kritisierte er durch diese
Schilderung der Germanen die beginnende Sittenlosigkeit im Römischen
Imperium.

Zahllose Germanen dienten bald als Legionäre
und zeichneten sich dabei durch Tapferkeit aus. Dabei lernten die
Germanen nicht nur das römische Militär kennen, sondern
auch die Qualitäten der römischen Kultur schätzen. Die
Römer wussten die Germanen als Söldner zu schätzen.
Gegen gutes Geld waren die germanischen Krieger auch bereit, gegen
die eigenen Landsleute zu kämpfen.

Dadurch erlangten die
Germanen im Römischen Reich in einflussreiche Stellungen, nicht
nur beim Militär, sondern auch im Zivilleben. Den Germanen wurde
auch das Römische Bürgerrecht nicht verwehrt, wenn sie sich
für das Imperium eingesetzt hatte. Für die Römer war
das eine pragmatische Lösung.

Die Rolle der Germanen im
Römischen Heer wuchs im Lauf der Jahrhunderte, in dem sie häufig
Offiziersposten erhielten. War das römische Heer zunächst
ein Bürger- und Bauerheer, wandelte es sich ab 100 v. Chr. zu
einem Söldnerheer. Die Söldner verbanden ihr Schicksal oft
mit ihrem Feldherrn und folgten ihm und dessen Politik willig, sofern
das Geld stimmte. Auch germanische Truppen waren durchaus bereit, die
Seiten zu wechseln, wenn es ihren Häuptlingen günstig
erschien.

Die Feldherrn nutzen die Loyalität ihrer
Truppen für die eigenen politischen Ziele. Im Lauf der
Jahrhunderte kam es deshalb immer wieder dazu, dass Söldner ihre
Feldherrn zum Kaiser ausriefen. Der Höhepunkt dieser Zeit der
Soldatenkaiser waren die Jahre von 235 bis 284, in denen 70
verschiedene Kaiser in Rom herrschten. Mit dem Zerfall des Reiches
während der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert rissen viele
lokale Feldherrn die Macht an sich und gründeten eigene Reiche.
Darunter waren zahlreiche germanische Fürsten. So kam auch
Odoaker an die Macht und verwandelte Italien in ein germanisches
Königtum.

Niedergang der römischen
Gesellschaft

Der Zusammenbruch Roms hatte für Europa
fatale Folgen- Der Handel brach zusammen, und die Geldwirtschaft
verschwand. 200 Jahre herrschte wieder der Tauschhandel vor.
Technisches Fähigkeiten gingen weitgehend verloren.

Als
ein weiteren Grund für den Untergang Roms nennen Historiker die
zunehmende Dekadenz in der Gesellschaft. Mit der Kaiserzeit wandten
die Römer sich von den alten Traditionen und Werten ab und
wollten das Leben genießen. Die römischen Kaiser ab
Tiberius gaben dem Volk “Brot und Spiele” als kostenloses
Amüsement. Ausschweifungen jeglicher Art beherrschten den Alltag
der reichen Bürger. Doch obwohl Rom sich dem Ssittenverfall
hingab, wuchs das Reich in dieser Epoche weiter an und erreichte
seine größte Ausdehnung.

So kann man den
moralischen Verfall der Römer eigentlich nicht als eine
wesentliche Ursache für den Untergang
annehmen.

Bevölkerungsrückgang

Im Zug
des Wertewandels und der Zunahme des Wohlstands setzte bei den Römern
ein Geburtenrückgang ein, und die Gesellschaft wurde älter.
Vergleiche zu unserer heutigen Zeit drängen sich dabei durchaus
auf.

Augustus wollte diesen Geburtenrückgang
entgegensteuern. Kinderreiche Ehepaare wurden steuerlich begünstigt.
Kinderlose zahlten mehr Steuern. Doch diese und andere Bestimmungen
zeigten nicht die erwünschten Wirkungen. Der Wohlstand ließ
die Geburtenrate weiter sinken. Auch das kann man heute in den
Industrieländern beobachten. Um das Reich nicht noch mehr zu
schwächen, erhielten daher immer mehr Menschen das römische
Bürgerrecht.

Soziale Unterschiede

Ein
weiteres Argument für den Niedergang Roms galt vielen
Historikern die riesige Kluft zwischen Arm und Reich. Trotz dieser
Unterschiede kam es aber nachweislich zu keinen sozialen Unruhen
während der Kaiserzeit. Vielleicht bedingt durch die Politik von
“Brot und Spiele” oder weil die römische Gesellschaft
Karrieren vom “Tellerwäscher zum Millionär”
ermöglichte. Ehemalige Sklaven und Gladiatoren konnten durchaus
zu Ruhm und Reichtum gelangen. In deser Beziehung war die
Gesellschaft druchlässig.

Die
Völkerwanderung

Historiker listen die
verschiedendsten Gründe auf, die zur Völkerwanderung
geführt haben könnten. Im vierten und fünften
Jahrhundert verschlechterte sich das Klima in nördlich der
Alpen. Zusätzlich wuchs die Bevölkerung der germanischen
Stämme deutlich an. Durch ihre Handelskontakte und durch
germanische Legionäre erfuhren die Völker von den Vorzügen
der römischen Kultur. Gleichzeitig drangen aus den asiatischen
Steppen die Hunnen nach Westen vor und vertrieben unzählige
Stämme aus ihren Siedlungsgebieten. Die Goten, Wandalen, Kelten,
Franken u.a. drängten im Laufe der Jahrhunderte über die
Grenzen des Römischen Imperiums und gründeten eigene
Reiche.

Warum Rom diesem Ansturm so relativ hilflos gegenüber
stand, ist für Historiker auch heute noch ein Rätsel. Die
römische Starke war es gewesen, bei existenzbedrohender Gefahr
sich zu einem Kraftakt aufzuraffen und die Feinde zu besiegen.
Diesmal kam es nicht dazu. Vielleicht lag es daran, dass Rom nicht
mehr die kulturellen Traditionen der Antike mehr besaß. Das
Christentum, seit Konstantin dem Großen Staatsreligion,
verdrängte die alten Götter und Kulturen. Unsicherheit
machte sich in der Bevölkerung Roms angesichts dieses
Wertewandels breit.

übrig blieb schließlich nur
Ostrom mit seiner Hauptstadt Konstantinopel. ERst 1453 fiel
schließlich die letzte “römische Bastion” und damit
endete Rom schließlich endgültig.

Fazit:

Ein
eindeutige Ursache für den Zusammenbruch Roms ist nicht zu
finden. Es wird eine Mischung aus den unterschiedlichsten Gründen
gewesen. Vielleicht war Rom auch irgendwann zu groß geworden
und brach deshalb unter seiner Größe zusammen. Niemand
weiß es.

Diskussion

Dein Kommentar

Was hältst du von dem Dokument Der Untergang des römischen Reiches? Sag uns eines Meinung!

  1. (freiwillig, wird nicht veröffentlicht)

Kommentare

  • unbekannt
    Thu, 26 Jan 2012 18:29:56 GMT DANKE! echt super hilfreich von Tina (Gast)

    Echt nützlich, vielen Dank!!!
    Super gut aufgebaut!!!
    Ich konnte alles brauchen!!!

  • unbekannt
    Wed, 09 Nov 2011 16:42:51 GMT ganz gut von Tanda-san (Gast)

    Naja, konnte es nur teilweise gebrauchen. wir hatten im Unterricht viel mehr,
    das Problem is, dass ich mich nich mehr dran erinnern kann...
    Konnte nur die Überschriften benutzen.

  • unbekannt
    Wed, 16 Sep 2009 15:36:26 GMT super konnte es gebrauchen von lukas (Gast)

  • unbekannt
    Wed, 16 Sep 2009 15:34:32 GMT super konnte es gebrauchen von lukas (Gast)

  • Maddin1992
    Mon, 04 Jun 2007 14:57:49 GMT nET SCHLECHT von Maddin1992

    gar net schlecht sehr fleißig

Feedback