| Kategorie: | Geschichte |
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| Eingesendet: | 01.04.2005 |
| Wörter: | 7006 |
| Autor: | Bledsoe |
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Aufstieg des Christentums
Jesus Christus
Christus aus S.Apollinare Nuovo, Ravenna 6. Jahrhundert - aus: Orazio Marucci: Handbuch der christlichen Archäologie. Benzinger Verlag. 1912. Seite 339
Jesus war Jude und wurde in Bethlehem geboren, aber kam aus der Stadt Nazareth. Er war der Sohn eines einfachen Zimmermanns. Mit 30 begann er im jüdischen Volk in Palästina von Gott und seinem Reich zu predigen und Kranke zu heilen. Er überzeugte viele Menschen, unter ihnen auch Frauen, die er gegenüber den vielen geltenden Gesetzten in Schutz nahm.
Eine kleine Gruppe von Anhängern schloss sich ihm an und sie wanderten und lebten mit ihm zusammen. Angesehene Juden schuf Jesus sich als Feinde, da diese der Meinung waren er verbreite eine völlig falsche Vorstellung von Gott. Jesus beeindruckte immer mehr Menschen und die angesehenen Juden sahen in ihm starke Konkurrenz. Aber auch viele Menschen waren von ihm enttäuscht, da sie hofften Jesus würde einen militärischen Aufstand gegen die römischen Besatzer organisieren.
Nach 3 Jahren viel Aufsehen wurde Jesus von jüdischen Schriftgelehrten beim römischen Provinzstatthalter Pontius Pilatus angeklagt. Pilatus hielt Jesus nicht für schuldig, trotzdem übergab er ihn zur Hinrichtung, da er keinen jüdischen Aufstand gegen die Römer riskieren wollte. Jesus wurde in Jerusalem hingerichtet. Hätten Freunde und Anhänger Jesu nicht mit fester Überzeugung behauptet, dass Jesus nach seinem Tod weiter lebt, wäre die Geschichte von ihm zu Ende. Seine Anhänger und Freunde nannten ihn den Messias, der von Gott Gesalbte.
Die Einzelbuchstaben des griechischen Wortes für Fisch ergeben die Anfangsbuchstaben für fünf Wörter, die eine Kurzformel des christlichen Glaubensbekenntnisses darstellen. In deutscher Übersetzung heißen sie: Jesus (ist der) Christus, Sohn Gottes (und) Erlöser
Leben in der Urgemeinde
Die ersten christlichen Gemeinden wurden von überzeugten Freunden und Anhängern in der römischen Provinz Palästina, zur Zeit Augustus, gegründet. In diesen Gemeinden übernahmen Frauen und Männer, entsprechend ihrer Fähigkeiten, angemessene Aufgaben, was zu der Zeit ungewöhnlich war. Aber schon nach einiger Zeit setzten sich die allgemeinen Gewohnheiten und Regelungen durch. Nur die Männer durften leitende Aufgaben in der Öffentlichkeit übernehmen, dies rechtfertigte Paulus in einem Brief.
Gläubige zogen in andere Länder, um auch dort das Christentum zu verbreiten, alle die den Glauben annahmen wurden selbst zum Missionar. Petrus und Paulus kamen bis Rom und gründeten dort eine christliche Gemeinde.
Anfangs, als das Christentum noch zur Minderheit gehörte, verbreitete sich das Vorurteil, dass Christen schlechte Bürger seien und wurden von Römern verfolgt. Christen, die noch frei waren, unterstützten die Hinterbliebenen der Opfer. Sie versuchten die Bergwerke und Steinbrüche, wo die Christen ihre Zwangsarbeit leisteten, herauszufinden und brachten ihnen auf Schleichwegen Nahrungsmittel. In unterirdischen Friedhöfen, den Katakomben, wurden Hingerichtete beigesetzt. Später aber wurde das Christentum zur Mehrheit, da viele Menschen von der Standhaftigkeit der Christen beeindruckt waren.
Ausbreitung des Christentums
Männer und Frauen berichteten anderen Menschen von ihren Erfahrungen mit Jesus als Beweis der Auferweckung.
30- 50 n. Chr. entstanden die ersten christlichen Gemeinden. Petrus und Paulus zogen in fremde Länder, um dort die Geschichte Jesu und seine Lehren zu verbreiten. Sie wurden zu Missionaren und reisenden Lehrern der neuen Religion. Petrus und Paulus zogen bis Rom und gründeten dort eine weitere christliche Gemeinde. Anfangs ließen sich nur Geringgeachtete von dem Christentum beeinflussen, wie zum Beispiel Arme und Sklaven. Doch nach einiger Zeit gehörten auch Frauen und Männer aus vornehmen Familien zu den christlichen Gemeinden und besuchten die religiösen Feiern. Seit dem 3. Jahrhundert gehörten sogar kaiserliche Beamte und Angehörige der Kaiserfamilie den christlichen Gemeinden an.
Die Gemeinden des 1. Jahrhunderts waren hauptsächlich im Südosten, in Kleinasien und Syrien. Aber auch in Rom und Puteon hat sich das Christentum verbreitet. Bis um 313 n. Chr. haben sich die Gemeinden an vielen Stellen Europas und Afrikas verbreitet. Bis 1054 n. Chr. haben sich die Gemeinden von Kleinasien nach Europa bis hin zum heutigen Russland ausgebreitet.
Christentum und Römischer Staat
Als die Christen noch eine kleine religiöse Gruppe waren, weckten sie großes Misstrauen der Mehrheit ihnen gegenüber, da sie den öffentlichen Feiern der römischen Götter fern blieben und die grausamen Gladiatorenspiele mieden. Es verbreitete sich das Vorurteil, Christen seien schlechte Bürger. Diese Situation wurde lebensgefährlich als das Römische Reich von fremden Völkerschaften angegriffen wurde. Es hieß, dass die alten Götter Rom verlassen haben, da sie nicht mehr von allen verehrt wurden, somit wurde die Verehrung regelrecht erzwungen. Am 17. Juli 180 wurden Christen in Karthago angeklagt und von Saturnius verhört, dass sie wieder zu der rechten Religion zurückkehren sollten, doch die Christen blieben bei ihrem Glauben und wurden zur Strafe hingerichtet. Der Kaiser befiehl, dass jeder dem Staatsgott und dem Kaiser opfern musste, da seit dem 3. Jahrhundert auch die römischen Kaiser als Gott verehrt wurden. Wenn der Christ sich allerdings weigerte den alten Glauben anzunehmen, folgten schwere Strafen. Es begannen Wellen von Verfolgungen, viele Christen nahmen den alten Glauben neu an, aus Angst vor diesen Strafen, andere Christen blieben aber standhaft, dass beeindruckte viele Bürger und die Anzahl der Christen stieg. Aber andere Bürger forderten Strafen wie ,, Die Christen vor die Löwen“.
Die letzten Verfolgungswellen endeten 311 und im Jahre 313 beschlossen der Kaiser Konstantin und sein Mitkaiser Licinius, dass niemand für den Glauben an dem Christentum oder den Glauben anderer Religionen bestraft werden sollte, im Jahr 391 wurde das Christentum zur Staatsreligion.
Die Kirche blieb der Mittelpunkt für Rom, nachdem das weströmische Reich unterging. Nach dem Untergang wurden die vorherrschenden Sprachen des weströmischen Reiches in der Kirche weiter überliefert. Griechisch war die Kirchensprache im oströmischen Reich und Latein die im weströmischen Reich.
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