1.April 1933
1.April 1933
Der 1. April 1933 war nur der Anfang der antisemitischen Repressionen der NSDAP gegen die jüdische Bevölkerung Deutschlands. An diesem Tag rief Joseph Goebbels zum Boykott aller jüdischen Geschäfte, Waren und Praxen auf. Der Boykott ebnete den Weg für zahlreiche weitere Diskriminierungen der Juden. Adolf Hitler ist seit zwei Monaten Reichskanzler, als die NSDAP-Führung die erste zentral gesteuerte Aktion gegen Juden befielt: den Boykott jüdischer Geschäfte, Waren, Ärzte und Rechtsanwälte. Nach dem Reichstagsbrand war die Weimarer Verfassung bereits durch eine "Notverordnung" außer Kraft gesetzt worden. Kritik an der Naziregierung wurde unter Strafe gestellt. SA und SS wurden zu Hilfspolizisten erklärt, Regimegegner in so genannten "wilden" Konzentrationslagern eingesperrt und gefoltert. Im Vordergrund stand die Sicherung der Macht, so der Historiker Norbert Kamp, Leiter der Gedenkstätte "Haus der Wannseekonferenz". "Gleichzeitig liefen natürlich Aktionen der Parteibasis, die schon immer über Antisemitismus mobilisiert wurden. Und Parteiradikale haben schon unmittelbar nach dem 30. Januar 1933 Aktionen gegen jüdische Geschäftsinhaber, jüdische Bürger durchgeführt. Die Phase war heikel auch in den Augen Hitlers, er wusste, dass die Reichswehr ihn jederzeit hätte wegputzen können, die Reichswehr hätte die SA von den Straßen wegputzen können ohne jedes Problem."
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