Wirtschaftsentwiklung des Ferntourismus

Kategorie: Erdkunde
Eingesendet: 18.06.2006
Wörter: 7699
Autor: highsocietylady
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Wirtschaftsentwiklung des Ferntourismus


Der Welttourismus hat 1997 die Automobilindustrie als größten Wirtschaftszweig überrundet.
Mehr als 650 Millionen Touristen ermöglichen der Tourismusindustrie einen jährlich steigenden Umsatz von derzeit 460 Milliarden US-Dollar.
Zirka 100 Millionen Menschen unternehmen jährlich Reisen in die 2. oder 3. Welt. Doch der Ferntourismus ist vor allem eine neue Form der Kolonialisierung der 3. Welt. Genuss der Reisenden und Gewinne der Tourismusindustrie stehen vor der Achtung vor den Sitten und Gebräuchen der Bereisten.
Die Ausgaben bzw. Einnahmen im Tourismus insgesamt betrugen 2001 3,9 Billionen US-Dollar (das sind rund 13 % des Weltbruttosozialprodukts).
Die Zahl der Arbeitsplätze im Tourismusgewerbe beträgt nach Angaben weltweit rund 225 Millionen (das sind rund 12 % aller Arbeitsplätze).


2. Folie: Welttourismus (Grafik)


VR China 37 Millionen Touristen 20,3 Milliarden Einnahmen
Mexiko 20 Millionen Touristen 8,8 Milliarden Einnahmen
Malaysia 13 Millionen Touristen 6,7 Milliarden Einnahmen
Thailand 10,8 Millionen Touristen 7,9 Milliarden Einnahmen
Südafrika 6 Millionen Touristen 2,7 Milliarden Einnahmen
Indonesien 5 Millionen Touristen 5 Milliarden Einnahmen



3. Folie: Auswirkungen des Ferntourismus

Positive Gründe: Hauptsächlich bringt der Tourismus Geld ins Land und er steigert die Infrastruktur, da mehr Straßen und auch Hotels gebaut werden. Es werden auch natürlicher Weise mehr Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt und der Bekanntheitsgrad eines Landes kann auch durch viel Tourismus enorm steigen. Für die Einheimischen ist auch ein weiterer Vorteil, dass Touristen möglicherweise mehr Souvenirs kaufen und als Andenken für ihre Urlaubszeit mit nach Hause nehmen wollen.
Negative Gründe: Meistens kommt es auch der Natur zu schaden, wenn viele Touristen den gleichen Ort besuchen, z.B. die Nepalesen, welche die Touristen auf den Mount Everest führen (auch Sherpas genannt), behaupten schon, dass die Wanderer längst keine Landkarten mehr benötigten. Sie könnten sich leicht an den weggeworfenen Plastiktüten und Blechdosen der Vorgänger orientieren.
Es ist zwar gut für die Infrastruktur, wenn Hotelanlagen gebaut werden, aber es kommt natürlich dem Landschaftsbild nicht immer unbedingt zu gute.
Für die Einheimischen steigen auch die Lebenserhaltungskosten, wenn die Preise für die angeblich reichen Touristen nach oben gesetzt werden.
Es ist auch oft so, dass die Touristen die einheimischen Kulturen und Religionen nicht gerade achten und mit Respekt behandeln. Dadurch kann auch passieren, dass die Einheimischen ihre Kulturen schützen wollen und ein Mitsprache-Recht über die Entstehung neuer Hotels fordern. Dieses steht ihnen normalerweise zu, aber in den Ländern der 3. Welt sieht das anders aus.


4. Folie: Was bringt der Ferntourismus den Menschen der 3. Welt?
(Ein Beitrag zur Völkerverständigung)


Für den Großteil der Menschen in den bereisten Ländern bedeutet der Tourismus aus den Ländern der Reichen in die Länder der Armen nur sehr selten Glück oder eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.
Die Art und Weise wie sich der Tourismus in den Ländern ausbreitet, hat zunehmend negative soziale, kulturelle und ökologische Auswirkungen. Auch die ökonomischen Folgen verfestigen eher die bestehenden Ungleichgewichte.
Fehlentwicklungen wie Sextourismus, Kinderprostitution, Verdrängung einheimischer Bevölkerung durch Luxushotels, Zerstörung von Flora und Fauna haben Schlagzeilen gemacht. Wenige ökologische ausgerichtete Ferienanlagen im Besitz heimischer Unternehmer, die wiederum heimische Arbeitskräfte zu fairen Löhnen beschäftigen, bringen dem Land uns seinen Bewohnern Gewinn.
Seit auch die Quote der aidsinfizierten Menschen der 3. Welt bekannt wurde, stehen dort tausende Hotels leer. Ferner fließt ein großer Teil der durch den Tourismus in den Entwicklungsländern erzielten Einnahmen wieder zurück in die Industrienationen.



5. Folie: Was erwarten Gastländer vom Ferntourismus?

Die Erwartungen dieser Länder konzentrieren sich vor allem auf Deviseneinnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie auf Vernetzung mit vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen.
Länder unterschiedlichster Ressourcenausstattung, Kultur- und Gesellschaftordung versuchen am Welttourismus teilzuhaben und sehen im Ausbau dieses Wirtschaftszweiges einen Motor für die Entwicklung ihres Staates.
Mit der Erweiterung der Zielländer und der daraus resultierenden Konkurrenz wird die Palette der Angebote immer breiter und extremer: wie z.B. Jagdtourismus in afrikanischen Wildreservaten – alles was das Touristenherz begehrt.



6. Folie: Rückgang und Zunahme der Fernreisen

Zunahme: Südafrika, Namibia, Vietnam, Malaysia, VK China
Gründe: Abbau der Reiseschranken, Billigflüge durch hohe Konkurrenz im Charterverkehr, Wohlstandsteigerung in den Herkunftsländern und Mobilitätsbedürfnisse der Computergeneration

Rückgang: Ägypten, Kenia, Senegal, Israel

Gründe: Politische Unruhen, Kriege, Armut der Länder


7. Folie: Aufbau der Infrastruktur

Es werden mehr Straßen gebaut, Parks und öffentliche Gebäude wegen den Touristen. Auch mehr Restaurants.
Der größte Teil der Hotelketten in der ganzen Welt ist von multinationalen Hotelkonzernen gegründet worden (z.B. TWA, Intercontinental, Block, Holiday Inn, Hilton, Sheraton).
An allen Gesellschaften ist auch Privatkapital, oft auch Staatskapital beteiligt. Zahlreiche Politiker oder Staatsbeamte z.B. in Kenia, haben ihr Kapital in diese Expansionsindustrie investiert.
Die Ferntouristen müssten die Hotelmaschinen mit der bunten Welt ihrer Restaurants, Diskotheken und Läden gar nicht mehr verlassen, denn nur mehr eine seltene Minderheit der Reisenden interessiert sich ernsthaft für das Land und die Menschen die dort leben.



8. Folie: „Trends“ des Ferntourismus

Eine Untersuchung des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung hat mögliche zukünftige Entwicklungsmuster für den Ferntourismus gezeigt.

Z.B. das Studien-, Besichtigungs- und Bildungsreisen sowie Badeurlaub und Abenteuerurlaub in fernen Entwicklungsländern das größte Wachstumspotential aufweißen.
Auch das Reiseverhalten verändert sich stark in Richtung Last-Minute-Buchungen, da immer mehr Leute spontan entscheiden. Bezüglich der Informationsquellen und Buchungsformen gehört die Zukunft den elektronischen Buchungen, weil man jetzt aus dem Internet auch die Urlaubsreisen buchen kann.
Auch der Sextourismus ist leider auch ein ausschlaggebender Grund weshalb viele Menschen Urlaub fahren.



9. Folie: Veränderungen sind notwendig

Tourismus sollte wieder Begegnung mit Menschen und nicht mit Monumenten oder Attraktionen sein und Gastfreundschaft sollte auch wieder an erster Stelle stehen.
Es sollte auch auf jeden Fall die Kinderprostitution abgeschafft werden und man muss vor allem auf die Landschaft, den Kulturraum und die Religionen achten.
Die Armut in den Entwicklungsländern darf auch nicht länger als romantisch empfunden werden und zur Fotokulisse verkommen.

Anmerkung des Einsenders: Zu diesem Referat gibt es eine Power-Point-Presentation!!!
Wenn diese benötigt wird,bitte melden!!!!

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