Hongkong: Geschichte, Heutige Funktion, Einwohnerzahlen,etc.

Kategorie: Erdkunde
Eingesendet: 14.08.2006
Wörter: 13214
Autor: Webert
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Hongkong: Geschichte, Heutige Funktion, Einwohnerzahlen,etc.

Geschichte:

Prähistorische Zeit: In dieser Region leben schon seit ca. 5000 Jahren Menschen. An 8 verschiedenen Orten in Hongkong wurden Steinwerkzeuge welche auf die Bronzezeit (Shang Dynastie, die 3. Chinesische Dynastie) datiert werden. Außerdem bestand eine kulturelle Verwandtschaft der Einwohner Region mit dem benachbarten Guangdong.
Chinesisches Kaiserreich: Das Gebiet des heutigen Hongkong wurde im 2.Jahrhundert (Han-Dynastie) von Han-Chinesen bevölkert. Während der Tang-Dynastie erlebte die Salzproduktion und Perlenzucht ihre erste Blütezeit. Die erst sehr dünne Besiedelung wurde dichter als die Migration aus Nordchina in der Zeit zwischen 970 und 1279 einsetzte. Danach wurde China von den Mongolen eingenommen, und Hongkong musste wieder vom Fischfang und der Perlenzucht leben.
Britische Kronkolonie: 1711 wurde in Kanton der erste feste britische Handelsstützpunkt gegründet. Da der Bedarf an Chinesischen Gütern im Westen sehr groß war, die Chinesen nicht besonders viel aus Europa benötigten, lieferten die Briten Opium nach China. Dies führte zum ersten Opiumkrieg da die Chinesische Regierung versuchte den Opiumhandel zu unterbinden. 1842 wurde Hongkong mit dem Vertrag von Nanking zu einer Britischen Kronkolonie. Danach entwickelte sich Hongkong zu einer wichtigen Freihandelszone für die Briten und amerikanische Händler. Doch 1919 störten revolutionäre nationalistische Arbeiter den wirtschaftlichen Aufstieg Hongkongs durch wiederholte Streiks.
2. Weltkrieg und chinesische Revolution: Am Tag nach dem Angriff auf Pearl Harbor wurde Hongkong von den Japanern angegriffen, und 2 Wochen später von den Japanern eingenommen. Am Ende des 2. Weltkrieges war Hongkong nur noch ein Trümmerhaufen. Danach wütete der Bürgerkrieg in China. Als die Kommunisten 1949 die Volksrepublik China ausriefen, flüchteten viele Firmen nach Hongkong. Schwierige Beziehungen: Eine weitere Wirtschaftskrise beutelte Hongkong durch das Handelsembargo 1950 über die Volksrepublik China. Nach der Aufhebung, von diesem erlebte Hongkongs Wirtschaft einen Boom und wurde zu einer der effizientesten der Welt. Nach Mao Zedongs Tod begann Deng Xiaoping, Maos Nachfolger, die wirtschaftliche Öffnung Chinas gegenüber dem Ausland. Da sich die meisten Produktionsbetriebe zurück nach China abwanderten musste sich die Hongkonger wirtschaft neu orientieren und die Stadt wurde zum Dienstleistungszentrum. Hongkong wird zur Sonderverwaltungszone: Am 1. Juli 1997 wurde die Kontrolle über Hongkong von der Volksrepublik China von den Briten übernommen. Von diesem Tag an war Hongkong eine Sonderverwaltungszone.

Funktion Hongkongs heute:

Hongkong fungiert als durch seinen Hafen Internationaler Industriewaren-Umschlagplatz. Um diese Position muss die Stadt aber inzwischen auch kämpfen da die Häfen des Festlandes, vor allem Shenzhen, Guangzhou oder auch Xiamen machen vermehrt Konkurrenz und der Umschlag des Hongkonger Hafens sinkt. Außerdem ist Hongkong eines der bedeutendsten Finanzzentren Asiens, es verfügt über eine der fortgeschrittensten Informations- und Telekommunikationsinfrastrukturen der Welt und hat sich auch den Ruf erworben, ein solides, gut überwachtes Bankensystem zu haben.
Weiters Befinden sich in Hongkong mehrere Universitäten. Darunter, um nur ein Beispiel zu nennen, die Hongkong University of Science and Technology welche eine fundierte Ausbildung in den Themenbereichen Naturwissenschaften, Technik, Firmenmanagement und Sozialwissenschaften bietet.
Einwohner:

Hongkong ist hinsichtlich der Bevölkerungszahl die drittgrößte Metropolregion der Volksrepublik China. Das Territorium Hongkongs gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt, wobei die Bevölkerungsdichte des gesamten Territoriums bei etwa 6.700 Personen pro km² liegt. Die Bevölkerung hat sich in den letzten 60 Jahren etwa verzwölffacht (von 600.000 1945 auf 7 Millionen 2005), beziehungsweise in 160 Jahren vertausendfacht (von 7.500 im Jahre 1841), was vor allem auf die Einwanderung aus China zurückzuführen ist. Die chinesische Ein-Kind-Politik gilt jedoch nicht in Hongkong und das Bevölkerungswachstum liegt heute bei etwa 1,26% (2002).. Von 1.000 Einwohnern sind Schätzungen (2002) zufolge 7,76 Einwanderer. 95% der Bevölkerung sind ethnische Chinesen. Bedeutende Gruppen an Ausländern sind Philippinas, Indonesierinnen, Thais oder Inderinnen, die als Hausangestellte in Hongkong tätig sind. Es leben etwa 30.000 US-Amerikanische, jeweils 20.000 kanadische, australische, britische und 10.000 japanische Staatsbürger in dem Territorium, daneben auch 3.000 Deutsche, 1.200 Schweizer und 300 Österreicher. Trotz der hohen Bevölkerungsdichte ist Hongkong eine der grünsten Metropolregionen Asiens, was wiederum an der bergigen Topographie des Gebietes liegt. Ein Großteil der Fläche ist so bergig und steil, dass es nicht bebaubar ist und ist deshalb mit Sträuchern und Bäumen bedeckt. Der größte Anteil der Einwohner lebt in meist sehr kleinen Wohnungen in Wolkenkratzern; Einfamilienhäuser sind prohibitiv teuer. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1891 handelt es sich um Schätzungen, danach meist um Volkszählungsergebnisse

Jahr Einwohner
1841 7.500
1851 33.100
1861 119.300
1871 124.200
1881 160.400
1891 221.400
1901 283.205
1911 456.739
1921 625.166
1931 849.751
Jahr Einwohner
1941 1.640.000
1945 600.000
1951 2.265.000
7. März 1961 3.133.131
9. März 1971 3.936.630
9. März 1981 4.986.560
15. März 1991 5.522.281
15. März 1996 6.217.556
14. März 2001 6.708.389
1. Januar 2005 6.983.938
1. Januar 2006 7.013.832

Städtebauliche Merkmale:
Architektur:
Hongkong bestand bei der Gründung der Kronkolonie nur aus ein paar Fischerdörfern ohne nennenswerte architektonische Errungenschaften. Das Gebiet hatte innerhalb des chinesischen Imperiums keinerlei Bedeutung. Die herrschenden Briten errichteten dann auch eine Stadt in kolonial geprägter Architektur, die chinesischen Einflüsse beschränkten sich auf die Wohnviertel der chinesischen Einwohner. Das rasche Bevölkerungswachstum seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat dazu geführt, dass für die Neuzuwanderer in aller Eile Wohnraum geschaffen werden musste. Seit den 1950er Jahren wurde dies durch die Kolonialverwaltung organisiert getan. Ergebnis dieser hastigen Baumaßnahmen waren unansehnliche Bauten mit schlechter Ausstattung, von denen bis heute nur noch wenige bestehen. Auf der anderen Seite haben der Wirtschaftsboom und die stark steigenden Grundstückspreise zum Abriss vieler Kolonialbauten geführt, die dann durch Hochhäuser ersetzt wurden. So ist von der opulenten Architektur der Jahrhundertwende nicht viel übrig geblieben. Verglichen mit Xiamen, Qingdao oder vor allem Shanghai ist von Hongkongs europäischer Vorkriegsbausubstanz fast nichts erhalten. Nicht dem Abriss preisgegeben wurden etwa die anglikanische St. John's-Kathedrale, der 1912 erbaute ehemalige Supreme Court (heute Sitz des Legislative Council) oder die ehemalige französische Residenz. In der modernen Architektur der Stadt sind traditionelle chinesische Einflüsse äußerlich nicht offensichtlich. Es gehört jedoch absolut zum guten Ton, bei der Konzeption von Gebäuden, und sei es das ultramodernste Bürohaus, die Regeln des Feng Shui zu beachten. Ein Beispiel dafür ist die Hong Kong and Shanghai Bank.
Für die allgemeine Bevölkerung werden seit den 1970er-Jahren die so genannten Mark IV Wohnblöcke gebaut welche in den Erdgeschossen Platz für Geschäfte und Einkaufszentren boten. Das grundsätzliche Bauschema wurde bis jetzt beibehalten, jedoch wurden Standards in punkto Wohnflächen, Infrastruktur und Sanitäranlagen ständig erhöht.
Wirkliche Slums gibt es in Hongkong nicht. Allerdings stehen noch einige Häuser der Bauweise Mark I bis III, welche von fast mittellosen Einwanderern aus der Volksrepublik bewohnt werden.
Der Central Distrikt, so lange man bei einem Verbund dreier Großer Städte von einem solchen sprechen kann, von Hong Kong ist hauptsächlich bebaut mit Wolkenkratzern die als Bürohäuser und Zentralen für große Firmen und Banken dienen.
Weiters besitzt Hongkong viele Parks, und Grünflächen zum entspannen und frische Luft tanken. Die Parks werden sehr sorgfältig gepflegt, und auch ausgiebig genutzt. Die größten und wichtigsten sind der Hong Kong Park und der Zoologisch-Botanische Garten in Central, direkt neben Hongkongs Finanzzentrum. Große Tempel wie der Wong-Tai-Sin-Tempel, das Chi-Lin-Nonnenkloster, das 10.000-Buddha-Kloster und dutzende anderer Tempel im Hinterland bieten wunderschön gepflegte Anlagen mit vielen Statuen. Allen Parks ist gemeinsam, dass sie am frühen Morgen von einheimischen Schattenboxern frequentiert werden und Männer ihre Vogelkäfige spazieren tragen.
Wirtschaft:
Hongkong gilt als eine der liberalsten Marktwirtschaften der Welt. So ist jeder Hongkonger selbst für seine Krankheits- und Altersvorsorge zuständig; eine Umverteilung der Einkommen, wie dies in vielen Wohlfahrtsstaaten praktiziert wird, ist in Hongkong unbekannt. Trotzdem gilt die Charakterisierung der Wirtschaft Hongkongs als absolut freie Marktwirtschaft nur auf den ersten Blick: Sowohl während der britischen Herrschaft als auch nach dem Handover beeinflusst die Regierung die Wirtschaft zum Beispiel durch die Landvergabe oder auch durch das Bekenntnis zum festen Wechselkursregime mit Currency board zwischen dem Hongkong-Dollar und dem US-Dollar. Die Wirtschaftsentwicklung ist stark vom Export und damit von der Weltkonjunktur abhängig. Bis 2002 steckte die Wirtschaft des Territoriums deshalb in einer mehrere Jahre dauernden Rezession, teilweise wegen der Nachwirkungen der Asienkrise, teilweise wegen SARS. Während dieser Rezession sanken sowohl die Einkommen der Einwohner wie auch die Konsumentenpreise. Um ein stärkeres Wirtschaftswachstum zu erreichen, setzt die Regierung Hongkongs auf eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China. So wurde Mitte 2003 das Closer Economic Partnership Arrangement unterzeichnet, das Unternehmern aus Hongkong einen bevorzugten Zutritt zu den chinesischen Märkten, die schrittweise für ausländische Firmen geöffnet werden, einräumt. Nach der Rezession, die ganz Südost- und Ostasien nach der asiatischen Finanzkrise traf, wuchs die Hongkonger Wirtschaft wieder, bis zu Beginn des Jahres 2003 SARS ausbrach, was die Wirtschaft wiederum in eine Krise stürzte, von der sich die Stadt jedoch inzwischen wieder erholt hat. Im Jahre 2003 betrug das Wirtschaftswachstum wieder etwa 2,8%. Im Jahre 2004 sank die Arbeitslosigkeit wieder.
Hong Kong ist einer der wichtigsten Finanzplätze Asiens, der Index der Börse ist der Hang Seng Index.
Industrie:
Bis in die 1980er Jahre spielte die Industrieproduktion eine bedeutende Rolle im Wirtschaftswachstum der damaligen Kronkolonie. Dominierender Sektor war die Leichtindustrie, man exportierte Haushaltsgeräte, Spielzeug, Elektronikartikel und Textilien. In den letzten Jahren ist der Großteil der Industriebetriebe jedoch nach China abgewandert und die Hongkonger Wirtschaft hat sich auf eine Dienstleistungsökonomie umgestellt. Der Anteil der Industrie am BIP beträgt heute nur mehr knapp 15%, woran High-Tech-Unternehmen den größten Anteil haben. Die Industrieproduktion sinkt jährlich um etwa 9%. Waren im Jahre 1998 etwa 5 Millionen Chinesen des Perl-Fluss-Deltas von ausgelagerten Hongkonger Betrieben beschäftigt, hat sich diese Zahl bis zum Jahre 2004 auf fast 10 Millionen Arbeiter erhöht. Autobahnen, große, schiffbare Flüsse und 5 Großflughäfen lassen die Millionenstädte im Delta zu einer Mega-Stadt zusammen wachsen, die mehr als 40 Millionen Menschen zählt. Das monatliche Einkommen liegt hier bei den Wanderarbeitern zwischen 40 bis 100 Euro, bei der einheimischen Bevölkerung zwischen 200 und 600 Euro. Höhere Positionen werden mit mehr als 1.000 Euro entlohnt. In Hongkong liegt der Mindeststundenlohn bei etwa 1,20 Euro pro Stunde in Restaurants, monatlich etwa bei 450 Euro. Hausangestellte haben einen Mindestlohn von etwa 320 Euro pro Monat. Höhere Angestellte in Hongkong verdienen aber mit 4.000 bis 12.000 Euro im Monat bedeutend mehr. Die Arbeitslosigkeit im Jahre 2004 ist mit etwa 6 bis 7% gering. Nach dem Grundstückscrash 1997 und der SARS-Krise 2003 hat sich die Wirtschaft in Hongkong wieder gut erholt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hong_Kong

Anmerkung des Einsenders: Ich habe das ganze aus einem (von mir geschriebenen) Worddokument kopiert, wer sich dafür interessiert, und das ganze mit Stadtkarte, und Einwohnertabelle, und vor allem einigermaßen annehmbar formatiert haben möchte, einfach melden dann schick ichs per Mail.

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