Demokratische Republik Kongo
(1. allgemeine Infos über das Land)
Die Demokratische Republik Kongo liegt in Zentralafrika. Bis 1960 hieß das Land Belgisch Kongo, bis 1997 Zaire. Die Demokratische Republik Kongo hat eine Fläche von 2345410 km² und der von der Größe der drittgrößte Staat Afrikas. Von der Bevölkerung her mit ca. 71 Millionen Einwohnern ist die Demokratische Republik Kongo der viertgrößte Staat Afrikas.
Die Hauptstadt heißt Kinshasa. Sie hat ca. 7,8 Millionen Einwohner.
Die Amtssprache ist Französisch. Außerdem werden noch 4 weitere Hauptsprachen (Lingala, Kikongo, Suaheli und Tschiluba), sowie 200 weitere Sprachen in der Demokratischen Republik Kongo gesprochen.
Rund 91% der Bevölkerung sind Christen.
Die Lebenserwartung eines Mannes beträgt ca. 50 Jahre, die einer Frau ca. 52 Jahre.
Das jährliche Durchschnittseinkommen beträgt ca. 110 US-$.
Nicht verwechseln sollte man die Demokratische Republik Kongo mit der westlich gelegenen Republik Kongo.
Demokratische Republik Kongo
(2. Geschichte)
Ursprünglich war das Land Heimat mehrere Königreiche. Herausragend unter ihnen war das im 14. Jahrhundert gegründete Königreich Kongo, eines der größten afrikanischen Staatswesen überhaupt.
Mit der „Entdeckung“ durch die Portugiesen begann nach einer kurzen Phase annähernd gleichberechtigten Umgangs zwischen Kongo und Portugal die bis zum Ende des 17. Jahrhunderts die völlige Zerstörung des Königreiches, sowie seine Ausbeutung und Plünderung durch Sklavenjäger, die nach dem Zerfall der portugiesischen Vorherrschaft durch Holländer und Engländer fortgeführt wurde.
Der Engländer Henry Morton Stanley war es, der als erster Europäer die Demokratische Republik Kongo umfassend bereiste, doch sein Vorschlag, den Kongo dem englischen Kolonialreich anzugliedern, wurde von der englischen Regierung abgelehnt. Der belgische König Leopold II. jedoch, von dem Gedanken an ein Kolonialreich seit langen fasziniert, wollte die Gelegenheit nutzen. Da aber auch in Belgien die Stimmung eher gegen Kolonien war, vereinnahmte Leopold die Demokratische Republik Kongo als seinen „Privatbesitz“. Dieser Status jenseits allen Völkerrechts war in der ganzen Kolonialgeschichte einzigartig. Da mit der Demokratischen Republik Kongo zugleich auch alle seine Bewohner als rechtloser Privatbesitz angesehen wurden, kam es bei der wirtschaftlichen Ausbeutung zu (selbst für diese Zeit) solch grausamen Exessen, dass es als so genanntes Kongogräuel 1908 international für Aufsehen und Empörung sorgten und Leopold zur Übergabe der Demokratischen Republik Kongo als „normale“ Kolonie an den belgischen Staat zwangen.
Zwar verbesserten sich die Verhältnisse nun ein wenig, aber nach wie vor wurden die Demokratische Republik Kongo und ihre Bevölkerung von der Kolonialmacht Belgien ausgebeutet. Mit den weltweit in den Kolonien zunehmenden Unabhängigkeitsbestrebungen wuchs auch in der Demokratische Republik Kongo der Druck nach staatlicher Selbstbestimmung. Nach den ersten Unruhen zog sich Belgien Anfang 1959 aus der Demokratische Republik Kongo schlagartig zurück und hinterließ ein Chaos.
Der Führer der Unabhängigkeitsbewegung Patrice E. Lumumba wurde der erste Ministerpräsident des jungen Landes, das er allerdings aufgrund mangelnder Fachkräfte nicht zusammenhalten konnte. Insbesondere Belgien, die USA, aber auch die Sowjetunion führten zu einem allmählichen Zerreißen der jungen Nation.
Nach nur 18 Monaten Unabhängigkeit puschte der frühere Assistent Lumumbas, Joseph Mobutu, unterstützt von den USA und Belgien gegen Lumumba und errichtete von 1965 - 1997 eine der längsten und grausamsten Diktaturen Afrikas. In dieser Zeit brachte er 8 Milliarden Dollar auf seine Konten. Er selbst lebte im Luxus, während das Volk hungerte. Seine Gegner ließ er verhaften. Lumumba konnte zwar der Haft fliehen, wurde aber kurze Zeit später ergriffen und ermordet. Es gilt als gesichert, dass der Mord an Lumumba von Belgien und den USA unterstützt wurde. 1971 wurde das Land in Zaire umbenannt.
Anfang 1997 gelang es dem Rebellen-Streitmachtführer Laurent-Désiré Kabila, den alten und schwer erkrankten Mobutu zu stürzen. Danach benannte er Zaire in die Demokratische Republik Kongo um. Im Januar 2001 fiel Kabila selbst einem Attentat zum Opfer und sein Sohn Joseph Kabila „erbte“ seine Stellung als Staatspräsident der Demokratischen Republik Kongo. Trotz des dubiosen Amtsantritts scheint mit Joseph Kabila zum ersten Mal ein Mann den Kongo zu führen, der zumindest versucht eine Befriedung und Stabilisierung der zerrütteten Nation zu erreichen. Mehrere Revolten und Erhebungen konnte Kabila bereits abwehren. Ob es ihm gelingen wird, die Souveränität wiederherzustellen, steht immer noch dahin.
Seit 1998 herrscht in der Demokratischen Republik Kongo Bürgerkrieg. Mehrer Kriegsparteien stehen sich feindlich gegenüber. Auch die Nachbarstaaten sind in den Krieg verwickelt, denn einige unterstützen die Regierungstruppen, andere verschiedene Rebellengruppen.
Zusammenfassung:
- war früher Heimat mehrerer Königreiche
- im 14. Jahrhundert wurde das Königreich Kongo gegründet.
- Mit der Entdeckung der Portugiesen begann die Ausbeutung und Plünderung, die später von Engländern und Holländern fortgesetzt wurde.
- Henry Morton Stanley schlug vor, die Demokratische Republik Kongo dem englischen Kolonialreich anzugliedern, doch Regierung lehnte ab
- König Leopold II. wollte auch die Demokratische Republik Kongo als Kolonie, doch Belgien war dagegen, deshalb nahm der die Demokratische Republik Kongo 1885 in Privatbesitz
- Die Menschen im Kongo wurden auch als Privatbesitz angesehen
- Es kam zur Ausbeutung und grausamen Exessen, welche international für Aufregung sorgte und Leopold zur Übergabe als „normale“ Kolonie an Belgien zwang
- Verhältnisse verbesserten sich zwar, trotzdem wurde die Demokratische Republik Kongo von Belgien weiter ausgebeutet
- In der Demokratische Republik Kongo wuchs der Druck nach staatlicher Selbstbestimmung
- Belgien gab 1959 Kolonie auf und hinterließ ein Chaos
- Patrice E. Lumumba wurde erster Ministerpräsident, konnte Land aber nicht zusammenhalten
- 18 Monate nach der Unabhängigkeit putschte der frühere Assistent Lumumbas (Joseph Mobutu) und es folgte Diktatur
- Lumumba wurde später ermordet
- Seit 1971 heißt das Land Zaire
- 1997 wurde der Diktator Mobutu gestürzt.
- Danach hieß das Land Demokratische Republik Kongo
- Jetziges Staatsoberhaupt ist Joseph Kabila
- Seit 1998 herrscht Bürgerkrieg
Demokratische Republik Kongo
(3. Politik)
Die Demokratische Republik Kongo ist in 10 Regionen und dem Hauptstadtdistrikt aufgeteilt. Es herrscht eine streng zentralisierte Verwaltung. Seit dem 21. August 2000 besteht ein provisorisches Parlament mit 300 ernannten Mitgliedern. Seit 1997 sind politische Parteien verboten.
Durch Misswirtschaft, Bürgerkrieg und Korruption ist die Verwaltung und Infrastruktur des Landes fast völlig zerfallen, die territoriale Souveränität der Regierung ist insbesondere im Osten des Landes nicht mehr gegeben, zahlreiche Rohstoffe der entsprechenden Provinzen werden von den Nachbarländern Uganda, Ruanda und Burundi ausgebeutet. Aufgrund ihrer Instabilität wird die Demokratische Republik Kongo auch als zerfallener Staat bezeichnet.
Das Sozialsystem des Landes zählt zu den schlechtesten der Welt.
Wahl vom 30. Juli 2006
Am 30. Juli 2006 fanden die Wahlen für das Präsidentenamt und das Parlament statt. Die Kongolesen absolvierten ihre erst demokratische Wahl seit mehr als vier Jahrzehnten. Viele sehnten ein Ende der Jahre, die im Zeichen von Gewalt und Korruption standen und die das an Bodenschätzen reiche Land im Herzen Afrikas zerstörten, herbei. Kongos junger Präsident Joseph Kabila sieht sich Dutzenden Aufgaben gegenüber.
Die Wahlen sind nach Einschätzung der UN-Missionen um Kongo überraschend friedlich verlaufen. Nur in der Stadt Mbuji-Mayi sei es zu Unruhen gekommen. Hier wurden sieben Wahllokale in Brad gesetzt und zwei Lastwagen mit Wahlmaterialien geplündert.
Wirtschaft
Die Wirtschaft der D.R. Kongo ist seit Mitte der 80er Jahre erheblich zurückgegangen.
Die EU hat die Zusammenarbeit mit der D.R. Kongo, die seit Anfang der 90er Jahre suspendiert war, wieder aufgenommen.
Auch ausländische Investoren zeigen langsam wieder Interesse an einem Engagement in der D.R. Kongo. So will bespielsweise die Siemens AG die Produktivität des Wasserkraftwerkes von Inga steigern und einige Flughäfen modernisieren.
Zur Arbeitslosenzahl gibt es keine aktuellen Zahlen.
Die Bergbauindustrie, der wichtigste Industriezweig war 1974 vom drastischen Verfall des Weltmarktpreises für Kupfer schwer betroffen. Anfang der 90er Jahre brach die Wirtschaft völlig zusammen. Es herrschte Inflation. Durch Unruhen unter den Arbeitern sanken die Exporterlöse, die Auslandsschulden stiegen auf 10 Milliarden Euro. Das Land war auf Nahrungsmitteltransporte angewiesen.
Zwei drittel der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Große Gebiete sind landwirtschaftlich nutzbar, es werden aber nur rund 3 % kultiviert. Haupterzeugnisse sind Obst, wie z.B. Melonen und Bananen und Kaffee, Kautschuk und Kakao.
Nachdem Mitte der 70er Jahre mehrere kleine Plantagen verstaatlicht wurden, die sich in ausländischen Besitz befanden, ging der Verkauf von Agrarprodukten erheblich zurück. In einigen Landesteilen gibt es nur noch eine Selbstversorger-Landwirtschaft. Viehzucht ist auf höhere Gebiete beschränkt. Da die Transportwege zerstört sind, können die Produkte nicht in die verschiedenen Provinzen gebracht werden und vergammeln.
Der industrielle Sektor hat sich vor allem um die Verarbeitung der Bodenschätze entwickelt. Bedeutend sind auch die Ölraffinerien sowie die Herstellung von Zement und Schwefelsäure. Wichtige Erzeugnisse sind Reifen, Schuhe, Textilien, Zigaretten, Nahrungsmittel und Bier.
Der gesamte Bereich wurde durch dem wirtschaftlichen Niedergang und vor allem der Inflation 1990 schwer geschädigt.
Heute bilden Diamanten, Rohöl, Kobalt und Kaffee die wichtigsten Exportgüter. Die wichtigsten Handelspartner sind Belgien, Südafrika, Chile, USA, Deutschland und Indien.
Hauptstromquelle der D.R. Kongo sind die Wasserkraftwerke. Sie sind vor allem in der Nähe von Mienen und Bergwerken.
Das ist nochma das Handout für alle, damit sie nicht mitschreiben müssen:
Demokratische Republik Kongo
Allgemeine Infos über das Land:
- die D.R. Kongo liegt in Zentralafrika
- hieß bis 1960 Belgisch Kongo, bis 1997 Zaire
- ca. 71 Millionen Einwohner
- Fläche: 2 345 410 km²
- Die D.R. Kongo ist 6,6 Mal so groß wie die BRD
- Hauptstadt: Kinshasa
- Hauptsprache: Französisch, außerdem noch 200 weitere Nebensprachen
- Jährliches Durchschnittseinkommen beträgt ca. 110 US-$ (ca. 84 Euro)
- Nicht verwechseln mit der Republik Kongo
Geschichte:
- War im 14. Jahrhundert ein Königreich
- Portugiesen beuteten das Land mit England und Holland zusammen aus
- Wurde Privatbesitz von König Leopold II. von Belgien wurde Kolonie von Belgien
- 1959 gab Belgien Kolonie auf und später wurde Joseph Mobutu Diktator
- 1997 wurde Mobutu gestürzt, jetziges Staatsoberhaupt ist Joseph Kabila
- seit 1998 herrscht Bürgerkrieg
- 2006 fanden die ersten freien Wahlen statt, bei der die deutsche Bundeswehr dabei war
Diese Reichtümer sind der Grund für die fortgesetzten zum Teil kriegerisch ausgetragenen Unruhen und Auseinandersetzungen. Zum illegalen Abbau dieser Rohstoffe haben sich in der Vergangenheit kriminelle Netzwerke gebildet, sodass auch heute noch viele einflussreiche Kreise (z.B. die Nachbarländer Uganda, Ruanda und Buruna) ein großes Interesse an fortgesetzten Unruhen im Land haben, um weiter die Rohstoffe ausbeuten zu können.
Wirtschaft:
Die EU hat die strukturelle Zusammenarbeit mit der D.R. Kongo wieder aufgenommen. Auch ausländische Investoren zeigen Interesse an der D.R. Kongo. So will z.B. Siemens die Produktivität des Wasserkraftwerkes von Inga steigern und einige Flughäfen modernisieren. Zur Arbeitslosigkeit gibt es keine aktuellen Zahlen. Die Bergbauindustrie ist der wichtigste Industriezweig.
Die D.R. Kongo hat eines der schlechtesten Sozialsysteme der Welt.
Zu dem Referat der D.R. Kongo habe ich Noch das Thema Welthunger kurz angehängt!
Die Ursachen des Hungers
Die Ursachen für den Hunger in Afrika lassen sich auf drei Hauptfaktoren reduzieren: Krieg, Armut und Probleme der Verteilung.
Armut wird von den Industrieländern in der Regel nicht als primärer Faktor angesehen. In der Reihenfolge der ärmsten Länder der Welt stehen 10 afrikanische Staaten an vorderster Stelle, beginnend mit Ruanda. 1994 wurden je Einwohner 80 US-$ erwirtschaftet.
Häufig werden an erster Stelle ungünstige Klimafaktoren als Grund für die Nahrungsmittelknappheit genannt. Klimatische Ungunst ist zweifelsohne ein weiteres Problem. Die Dürre, ob nun vom Mensch verursacht oder aber als Naturfaktor eingestuft, bildet jedoch nicht das unüberwindbare Hindernis, als das sie immer eingestuft wird.
Hier ist auch nochmal ein Handout:
Welthunger
Die Zahl der hungernden Menschen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, steigt jedoch im Verhältnis zur Bevölkerung langsamer: 1990 waren es ca. 822 Millionen, im Jahr 2006 ca. 854 Millionen Menschen die an Hunger leiden. Das ist etwa jeder 7. Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8 Millionen Menschen an Hunger, über 20000 am Tag, also etwa 15 Menschen pro Minute oder alle 4 Sekunden einer, davon hauptsächlich Kinder.
Die meisten Hungernden leben in Asien und dem Pazifik (524 Millionen), gefolgt von Afrika südlich der Sahara (206 Millionen). Auch in Lateinamerika (52 Millionen), dem Nahen Osten (38 Millionen) und vielen Osteuropäischen Ländern ist Hunger ein Problem. Aber auch in den Schwellenländern (hauptsächlich der Gemeinschaft unabhängiger Staaten) (25 Millionen) und den Industrieländern gibt es Hungernde (9 Millionen).
Auch in Deutschland gibt es immer mehr Menschen und Familien, die sich durch nicht ausreichende staatliche Unterstützung Lebensmittel leisten können. Dadurch wurden Hilfsorganisationen, wie z.B. die Arche gegründet, in der viele Kinder und Eltern jeden Mittag eine warme Mahlzeit bekommen.
Anmerkung des Einsenders:
Diese Referat in Erdkunde brachte mir eine 1.
Zu dem Referat habe ich auch noch 2 Powerpoint Presentationen erstellt.
Wer diese haben möchte, muß mir nur FRÜH genug ins Gästebuch schreiben.....
Schreibt mal bitte Kommis wie ihr es findet!
thx
01.12.2007
Diskussion
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die hungers not ist sehr groß
leider hat das mit den absätzen nicht so richtig funktioniert
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