Stephan Heym

Kategorie: Deutsch
Eingesendet: 24.03.2006
Wörter: 8531
Autor: Janchen89
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Stephan Heym

Stephan Heym Biographie

1913 in jüdischer Kaufmannsfamilie in Chemnitz also Ostdeutschland geboren

Mit 18 wird er von dem städtischen Gymnasium wg. eines antimilitärischem Gedichtes verwiesen.

So macht er sein Abitur in Berlin und studiert Zeitungswissenschaften

33 Flüchtet er in die Tschechoslowakai.

35 bewirbt er sich für ein Stipendium, und kann somit mit Unterstützung einer jüdischen Studentenverbindung in die USA auswandern.

In Chicago setzt er sein Studium fort.

Beendete es mit einer Facharbeit über Heinrich Heine.

Arbeitet für eine kommunistische deutsche Zeitung in New York.

Sein Vater begeht Selbstmord und die restliche Familie wird von den Nazis umgebracht.

43 geht er als amerikanischer Staatsbürger in den Krieg. Er schreibt in einer Einheit für psychologische Kriegsführung Texte für Flugblätter, Rundfunkdurchsagen und Frontblätter, die die Soldaten beeinflussen sollen.

52 entging er einem Einsatz im Koreakrieg, ging somit in die DDR

Wenn man ihn fragt, warum nicht in die Bundesrepublik sagt er: „ Ich wollte aus Amerika weg, da werde ich doch nicht in eine amerikanische Kolonie fahren“

In der DDR war er allerdings sehr kritisch.

Er bekam auch Ärger, als er einen seiner Romane, der in der DDR nicht veröffentlichen durfte in der Bundesrepublik veröffentlichte. Als so etwas in der Art noch einmal passiert, wird er aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen.

Die Bürgerrechtsbewegungen in der DDR unterstützt er tatkräftig.

Er selbst hat gemeint, er sei Kritiker der DDR aber kein Gegner.

Kritiker der deutschen Wiedervereinigung, weil Ostdeutsche nach seiner Meinung benachteiligt sind.

Er gehört keiner Partei an, da er mit keiner 100% zufrieden ist.

Trotzdem bekommt er 94 ein Direktmandat der PDS und hat somit einen Sitz im Deutschen Bundestag.

Als Alterspräsident hält er 94 die Eröffnungsrede des Bundestages halten

Aber schon im Oktober legt er sein Mandat im Bundestag aus Protest gegen eine Verfassungsänderung nieder, er meint als Einzelnder kann er so wenig ausrichten.

2001 stirbt er im Urlaub in Israel, wo er sich wegen eines Heinrich-Heine-Kongresses aufhielt.

 

Werke

Vor allem Romane, aber auch Kurzgeschichten

Darunter viele Bestseller, weil er seine Kritik in Spannende Handlungen eingebettet sind

„Hostage“ war sein erster Roman, den 53 in der den USA geschrieben hat, also nach seinem Studium. Erzählt, wie sich ein unglücklich verliebter Offizier in Prag umbringt. Ein Mord wird vermutet. Die Deutschen nehmen Geiseln, wie es üblich ist, sie drohen sie zu erschießen, wenn der Mörder nicht gefunden wird. Ein Tschechischer Widerstand versucht die Geiseln zu befreien. Weil kein Mörder gefunden werden kann, wo es keinen gibt, wird geschildert, wie dumm die Nazis sich verhalten.

Übersetzt: „Der Fall Glasenapp“, bis er in der DDR wohnte, hat er ausschließlich in englischer Sprache geschrieben, weil er sich in Deutschland nicht viel Erfolg erwartete. Erst ab 76 hat er ausschließlich in Deutsch geschrieben.

14 Englische Werke

36 Deutsche Werke

 

Heym beschäftigt sich mit zeitgeschichtlichen und historischen Stoffen.

Er sagt: „Zwischen den Stühlen zu sitzen war meine Dauerposition“

Er war also überzeugter Sozialist, ging in die DDR und stellte fest, dass das politische System dort nicht seinen Vorstellungen entsprach.

In der Berliner Zeitung für die er anfangs schreibt, kann man seine Meinung im sogenannten „Offen gesagt“ Teil lesen.

Sein Buch „5 Tage im Juni“ indem er den Volksaufstand vom 17. Juni nach Entstalinisierung kritisierte, durfte erst gar nicht veröffentlicht werden in der DDR. Mit ihm machte er sich auch einen Namen in der Bundesrepublik, und Ärger im eigenen Land.

Noch in der DDR unterstützte er viele Proteste.

In seiner Eröffnungsrede, in der er sehr viel positives an der DDR betont. Man sollte das politische System deutlich verbessern. Er kritisierte also auch die Bundesrepublik.

Ost und West haben ihre guten Seite, man sollte versuchen, beides zu verknüpfen, Er stellt vor allem die Probleme der Wiedervereinigung dar, er sagt z.B.:

„Das setzt allerdings voraus, das den Menschen ihre Ängste genommen wird. Den Westdeutschen, der Osten könnte sie ihre Ersparnisse und ihre Arbeitsplätze kosten. Den Ostdeutschen, der Westen könnte sie ihre Häuser und Wohnungen und Stückchen Landes berauben und ihre Jobs dazu. Ihre Berufsabschlüsse nicht anerkennen und ihre Rentenansprüche aus irgendwelchen Gründen kürzen. Ängste? Wie oft sind es schon traurige Realitäten. Also lassen sie uns solche Realitäten ändern.“ ...

Man hat deshalb gesagt, er sei oftmals unbequem, unerschrocken, unbeugsam, kritisch und eigensinnig.

Mag man seinen politischen Idealen zustimmen oder nicht. Als Autor hatte er auf alle Fälle viel Erfolg.

In einem Zeitungsartikel, der kurz nach seinem Tod erschienen ist kann man lesen:

„Er hatte Geschichten zu erzählen und wollte sie vielen Menschen erzählen“

 

Vor 11 Jahren:

Es kann passieren, dass ich fünf Jahre, nachdem ich abgekratzt bin, vergessen bin, dass keiner mehr über mich redet, keiner auch nur meine Bücher anguckt (. . .) Ich hoffe, dass ich nicht ganz vergessen sein werde und es doch noch Menschen geben wird, die dann an meinen Büchern Spaß finden und vielleicht auch etwas zum Nachdenken haben werden. Schluss, punkt.

 

 

 

 

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