| Kategorie: | Chemie |
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| Eingesendet: | 02.03.2006 |
| Wörter: | 23572 |
| Autor: | tinschen90 |
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Heute möchte ich euch etwas über den reichhaltigsten Bodenschatz Deutschlands erzählen. Deutschland besitzt über 200milliarden tonnen des Lebensnotwendigen ‚weißen Gold’.
Salz wird auch als ‚weißes Gold’ bezeichnet, da er nicht überall auf der Welt Salzablagerungen vorhanden sind. Wegen des Salzes wurde ganze Kriege um Salzquellen und Salzstraßen veranstaltet. Es war so wertvoll, dass es unter anderem gegen Bernstein, Bronze und Elfenbein eingetauscht wurde. Sogar hier in Deutschland gab es bis 1992 eine Salzsteuer sie betrug 12DM pro 100kg.
Nun kommen wir zur Entstehung der Salzablagerungen:
Beispiel D. : Zechsteinmeer in der Harz
So entstanden die 50Billiarden Tonnen des Salzes, nahe zu unerschöpflich
Kristalle wachsen so ähnlich wie Baumstämme oder Pyramiden. Es wird stufenweise immer eine neue äußere Schicht angelagert.
Bei ausreichender Stoffzufuhr können Kristalle nahezu unbegrenzte Größen erreichen, man hat bis zu 100 t schwere Kristalle gefunden! Ein besonders schönes Exemplar befindet sich ganz in unserer Nähe, nämlich im Kristallbad in Stein bei Nürnberg
Zum vorstellen wie lange das dauert:
Damit ein Kristall pro Tag etwa ein bis zwei Millimeter wächst, müssen sich in jeder Sekunde Hunderte von Teilchenschichten anlagern.
(versuch: Um schöne Kristalle zu züchten benötigt man zuerst einmal eine ausreichende Menge von dem Salz aus dem der Kristall nachher sein soll, je nach Salz und gewünschter Kristallgröße, etwa 100 - 500g. Außerdem braucht man destilliertes Wasser. Aus dem Salz und dem Wasser stellt man eine gesättigte Lösung her. 1. verdunsten lassen (2-3monate) 2. abkühlen im Kühlschrank (Bei fast allen Salzen nimmt die Löslichkeit in Wasser mit steigender Temperatur zu, und sinkt bei Abkühlung der Lösung wieder ab.) (ab 2tagen))
Da das Salz ja tief in den unterirdischen Salzlagerstätten ist. Muss man mehr als nur schaufeln um es abzubauen. Dabei gibt es 2 verschiedene Techniken:
1. Für den Abbau wird zunächst ein Hohlraum benötigt, der maschinell erschlossen wird. Dieser Hohlraum wird mit Süßwasser gespült, so dass die nicht löslichen Bestandteile zu Boden fallen und das Steinsalz ausgewaschen wird. Dabei vergrößert sich der Hohlraum ständig. Früher wurde die so gewonnen Sole zu Gradierwerken gepumpt und dort über Reisig gesprenkelt dort verdunstete das Wasser und es entstand eine Konzentrat das dann in einer Siederei verdampft wurde. Heutzutage wird die Sole in Salinen gesiedet um so Speisesalz zu erhalten. Derartige Gradierwerke werden von Menschen gegen ihre Atemwegserkrankungen benutzt.
2. Möglich ist aber auch der Abbau in Bergwerken, ähnlich wie bei der Steinkohle. Dieses Steinsalz wird vor allem für die Industrie benötigt.
2/3 des Salzes das jährlich verbraucht wird, entsteht aus Meerwasser. Diese Technik ist bei uns wegen der Lage und dem Wetter nicht möglich, sie wird besonders im Mittelmeerraum benutzt. Diese Art des Abbaus ist völlig natürlich, beteiligt sind dabei nur das Meer, die Sonne und der Mensch.
Meerwasser fließt durch ein Netz aus sorgfältigst gepflegten Kanälen und Bassins. Die Salzkonzentration nimmt entlang des langsamen Wasserumlaufs immer mehr zu.
Unter Einfluss von Sonne und Wind bildet das Salz Kristalle und bedeckt den tonhaltigen Boden der Becken. Mit langsamer und präziser Hand werden sie von den Salzwerkern mit Hilfe eines kleinen Brettchens am Ende eines langen Stiels, entfernt Anschließend wird der Wasserstand wieder auf die Höhe der Becken hergestellt, nachdem man die Verdunstung des Vortages abgeschätzt hat.
In der heißesten Phase des Sommers entstehen feine Kristalle an der Oberfläche der Salzgärten. Diese werden behutsam mit einer Art Schaumlöffel geerntet, so erhält man die sogenannte Salzblume. Diese werden in Körben an die Sonne gelegt, um auf natürliche Weise zu trocknen. An der Oberfläche des Wassers glitzert sie in einem besonders strahlenden Weiß.
Etwa 3% der 200Mio.tonnen Salz die jährlich produziert werden, werden nur zur Essenszubereitung genutzt.
Den Großteil verbraucht die chemische Industrie, wobei das Salz zur Herstellung von mehr als 10.000 verschiedenen Produkten eingesetzt wird. Damit das Natriumchlorid für industrielle Zwecke nutzbar ist, muss es meist in Soda, Chlor oder Natronlauge umgewandelt werden.
~>Wasch- und Reinigungsmittel, Farbstoffe, PVC und Kunststoffe, Seife oder Cellulose - alle diese alltäglichen Gebrauchsgegenstände sind ohne den Rohstoff Salz undenkbar.
Salz wird aber auch zur Konservierung von Därmen, zur Herstellung von Kraftfutter und Lecksteinen oder zur Erneuerung des Wasserenthärters in Spülmaschinen verwendet.
Als Streusalz schließlich gelangt es im Winter auf unsere Straßen, ja es wird sogar bei Erdölbohrungen als Spüllauge eingesetzt.
Wie wichtig Salz für den Menschen ist, weiß man schon lange.
- Wenn man beispielsweise bei einem Unfall stark Blut verliert, wird eine starke Physiologische Kochsalzlösung (1l ~ 9g Kochsalz) in die Venen getropft um die Lebensvorgänge aufrecht zu erhalten. Bis weitere Maßnahmen ergriffen werden können.
- Die Drüsen im Magen produzieren pro Tag etwa 1,5l Magensaft, der Salzsäure enthält, um die Nahrung zu verdauen. Damit das passiert sollten wir ca. 5g Salz pro Tag zu uns nehmen, wie wenig das ist seht ihr hier: Das sind 5g…
Wenn man weniger isst kann es zu Darmerkrankungen kommen wie zB. Durchfall da der Magen nicht mehr genug Säure produzieren kann.
Wenn man zu viel zu sich nimmt führt das zu einem hohen Blutdruck.
Darum achtet heute mal darauf wie viel Salz ihr zu euch nehmt.
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Beispiele für Salze
Nenne Beispiele für Salze! - Kochsalz, Backpulver, Hirsch-Hornsalz, Pflanzendünger, Rubin, Magnesiumsalz, Kurrund, Kaliumhydrat
Was ist das typische Merkmal eines Salzes? - Kristallform, Quader- oder Würfelförmig
Welche Eigenschaften besitzen Salze? - hart, spröde, lassen sich spalten, hohe Schmelztemperatur, Widerstandsfähig gg. Feuer, Salzschmelze leitet gut Strom
Wie heißen positiver und negativer Pol? - positiv (+) - Anode; negativ (-) - Kathode
Was bedeutet das Wort „Ion“? - Ion bedeutet wandernde Teilchen
Wie nennt man die Energie, die für die Verflüchtigung eines Stoffes benötigt wird? - diese Energie nennt man Sublimationsenergie
Wie heißt das Ion das aus dem Natrium/Chloratom entsteht? - das Ion heißt Natriumchlorid
Wie entstehen Ionen? - Ionen entstehen durch den Elektronenübergang von Metall- zu Nichtmetallatomen. Durch die allseitig wirkende Anziehung elektrisch entgegengesetzt geladener Ionen bilden sich räumliche Ionengitter.
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Kelten finden das weiße gold
Im 6. Jahrhundert vor Christus beginnen die Kelten, am Dürrnberg zu graben - sie entdecken unter der Erde Schichten von Steinsalz. Das "weiße Gold", "hal" in ihrer Sprache, wird Ursprung vieler Orte in dieser Gegend, zum Beispiel für das 67 Kilometer entfernte Hallstatt. Am Dürrnberg arbeiten die keltischen Bergleute unter Tage schwer. Nur mühsam kommen sie voran: zwei Arbeiter brauchen zwei Monate, um einen Meter Gestein abzubauen, berechnen Archäologen. Denn die Dürrnberger Vorkommen bestehen nicht aus reinem Salz, Der Dürrnberg ist ein so genanntes Haselgebirge mit einem Gemisch aus verschiedenen Gesteinsarten, darunter Steinsalz, Ton und Gipsarten. Funde im Salz wie Eisenpickel, Tragesäcke aus Fell, oder Lederschuhe erlauben es den Archäologen heute, Rückschlüsse über die Arbeit im Berg zu ziehen. Die Lebenserwartung der Schwerarbeiter ist nicht gerade hoch, nur 35 bis 45 Jahre alt sollen sie geworden sein. Krankheiten plagen sie, zum Beispiel Infektionen mit Parasiten: praktisch jeder Bergmann hatte seinen eigenen Wurm, wie Forscher durch Untersuchung der Exkremente herausgefunden haben. Doch der gefährliche und anstrengende Abbau lohnt sich: das Salz bringt den keltischen Bergleuten Wohlstand. Denn es dient in erster Linie zum Konservieren von Speisen: Fleisch und Fisch können damit haltbar gemacht werden, ebenso Milchprodukte. Salz wird im Altertum so kostbar, dass damit gehandelt wird:s als begehrtes Tauschobjekt gegen Gold und Schmuck.
Die Römer im Land
Als die Römer vor fast 2000 Jahren das Alpenvorland innerhalb ihrer Provinz Noricum auf dem Gebiet des heutigen Österreich in Besitz nehmen, geraten die keltischen Salzbergwerke in Vergessenheit, Denn die Römer importieren ihr eigenes Meersalz von den Küsten. Nur die Solequellen um Reichenhall werden weiterhin genutzt.
Salzhandel im Mittelalter
Im frühen Mittelalter geht es wieder aufwärts: Rupertus, dem ersten Bischof von Salzburg, wird im Gebiet um Reichenhall die Verantwortung für einen großen Teil der Salzgewinnung übertragen. Durch seine erfolgreiche Arbeit wird er zum Schutzpatron der Bergleute im Salzburger Land und zum Heiligen. Das Salzgeschäft bleibt fest in der Hand der Kirche. Bedeutende Handelszentren entstehen um den Dürrnberg herum, Städte wie Salzburg und Hallein sind urkundlich erwähnt im 12. Jahrhundert. Es wird viel Salz verbraucht. Denn in dieser Zeit ist die Bevölkerung europaweit etwa auf das Doppelte angewachsen, der Salzbedarf steigt. Eine neue Technik revolutioniert den Salzabbau, die so genannte Laugwerkstechnik: Unter der Erde schlägt man Hohlräume aus und füllt sie mit Wasser, das das Salz aus dem Gestein löst. Anschließend leitet man es aus dem Berg und erhitzt es in Sudpfannen. Die Salzlauge trocknet ein, das Wasser verdunstet und übrig bleibt Salz. Schließlich wird das Salz angefeuchtet und in Holzbehältern zu einem Kegel geformt. Diese Salzform wird zur allgemeinen Maßeinheit: ein Fuder. Zum Transport kommt das Salz in schmale Holzfässer, so genannte Kufen. Vom Mittelalter bis 1989 ist das Salzbergwerk in Dürrnberg in Betrieb, und man arbeitet mit der Laugetechnik.
Säumerpfade und Handelsrecht
Im 16. Jahrhundert produzieren die Menschen in Hallein und Reichenhall zu Spitzenzeiten bis zu 36.000 Tonnen Salz im Jahr. Die Flüsse sind ihre wichtigsten Transportwege. Wo sie aufhören oder unbefahrbar werden, geht es an Land auf speziellen Salzpfaden in die großen Städte. Diese Arbeit erledigen die Säumer mit Ochsenkarren und Pferdegespannen. Die festgelegten Routen müssen strikt eingehalten werden, denn der einträgliche Handel mit Salz ist genau geregelt: Salzsteuern, Wegezölle und Handelsrechte, so genannte Niederlagsrechte, bringen Städten und Landesfürsten schließlich mehr Einnahmen als das Salz selbst.
Machtkampf um das weiße Gold
So führt der kostbare Stoff auch zu Streitereien und Kämpfen um die Macht. Im 16. Jahrhundert verlor der Prunk liebende Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Stadt Salzburg an seinen bayerischen Gegenspieler, Herzog Maximilian I. Der gewann den Streit um Salzhandelsverträge und Abnahmegarantien - und bekam das Salzmonopol. Von Raitenau stirbt in Kerkerhaft. Bis ins frühe 19. Jahrhundert kommt es dort, wo es Salz gibt, immer wieder zu Auseinandersetzungen.
Der technische Fortschritt erhält Einzug
Salz ist ein einträgliches Geschäft, aber es schadet auch der Natur. Ganze Wälder werden gerodet, damit das Feuer für die vielen Sudpfannen Tag und Nacht in Betrieb gehalten werden kann. Die erste Pipeline der Welt hilft, dieses Problem zu lösen. Soleleitungen aus Holz werden vom bayerischen Hofbaumeister Hanns Reiffenstuel und seinem Sohn Simon 1616 ausgetüftelt: 31 Kilometer ausgehöhlter Baumstämme, so genannte Deicheln, verlaufen von Reichenhall nach Traunstein. Die größte Herausforderung: im Bergland die Salzlösung mit Pumpen über einen Höhenunterschied von 260 Metern zu bringen. Georg von Reichenbach verfeinert die technische Meisterleistung 1817 schließlich mit einer weiteren Rohrleitung, in der 356 Meter Steigung überwunden werden müssen. Größere Mengen Salz können nun an einem zentralen Ort verarbeitet werden. Damit beginnt das Maschinenzeitalter im Salzgeschäft, und das "weiße Gold" von einst wird zum erschwinglichen Gut für jedermann.
Anmerkung des Einsenders: naja das war halt mein referat zum thema salze in chemie hab dafür ne 2 bekommen
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opfer
mannnnnnnnnnnnnnnnn
-kaboon