Die Gottestanbeterin

Kategorie: Biologie
Eingesendet: 22.03.2006
Wörter: 6748
Autor: celticbofrost
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Die Gottestanbeterin

 Die Fangheuschrecken

Die Fangheuschrecken (Mantodea) gehören zu den Fluginsekten. Von den insgesamt 2300 Arten lebt nur eine Art in Mitteleuropa, die europäische Gottesanbeterin. Die anderen Arten findet man in den Tropen und den Subtropen. Im Mittelmeerraum finden sich noch mehr Arten als die Gottesanbeterin.

Die Körperlänge der Fangheuschrecken beträgt etwa 40 bis 80 mm. Es gibt aber auch größere und kleinere Arten. Die Gattung Mantoida Tenuis ist mit etwa 12mm die kleinste Art. Die Gattung Toxodera ist mit fast 160mm die größte Art. Die meisten Fangheuschrecken sind tagaktive Lauerjäger, das heißt, sie verharren stundenlang unbeweglich auf einem Punkt, bis sich ein Opfer nähert, welches sie dann mit ihren Fangarmen packen. Manche Arten laufen aber auch schnell hinter ihrer Beute her.

Die Fangheuschrecken verdanken ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild neben der Umwandlung des ersten Beinpaares zu Fangbeine vor allem einer Verlängerung des ersten Brustsegments, welches den Radius der Fangbeine stark erweitert. Die Tibia (Unterschenkel; Teil des Fangbeines) sind mit Dornen und einer großen Erdklaue versehen. Diese passt genau zu dem Femur (Oberschenkel; der andere Teil des Fanbeines).
Die Gottesanbeterin

Die Gottesanbeterin (mantis religiosa) hat ihren deutschen Namen von ihrem einzigartigem Verhalten. Sie hält ihre Vorderbeine, beim lauern auf die Beute, "wie zum Gebet" gehoben und geschlossen. Dieses sieht so aus, als würde sie beten. Auch der wissenschaftliche Name ist zum Teil darauf zurückzuführen (religiosa). Der Name "mantis" ist grichisch und bedeutet so viel wie "Seherin". Die Gottesanbeterin spielt schon seit Jahrhunderten lang eine große, religiöse Rolle, unter anderem bei den Mittelmeervölkern.
Familie

Die Gottesanbeterin gehört, als einzige Art in Deutschland, zu der Familie der Fangheuschrecken. Die Fangheuschrecken (Mantodea) sind eine Ordnung der Insekten und gehören zu den Fluginsekten (Pterygota). Sie sind zwischen 40mm und 80mm groß, die größten Arten finden sich in der Gattung Toxodera mit fast 160mm.
Merkmale

Die Gottesanbeterin hat einen kleinen, seh beweglichen Kopf und eine auffallend gestreckte Vorderbrust. Die großen, weit auseinander liegenden Komplexaugen ermöglichen ein stereoskopisches Sehen. Das gute Gehör ermöglicht ihnen selbst Geräusche von 25kHz bis 45kHz zu Hören. Das erste Beinpaar ist verlängert und mit Dornen und Zähnen versehen (Fangbeine). An der Innenseite der Hüften hat die Gottesanbeterin einen weißen Fleck mit dunklem Rand. Das Männchen (41 - 63mm) ist deutlich kleiner als das Weibchen (43 - 77mm). Die Gottesanbeterin wartet stundenlang beweglose auf einem Punkt auf ihre Beute. Wenn sich eine Tier genähert hat, kann sie innerhalb von 0,1 Sekunden zuschlagen. Sie können sich ihrer Umgebung so perfekt anpassen, dass man sie erst nach längerem hinsehen erkennt. Mann kann erst nach einigen Häutungen den Unterschied zwischen Männchen und Weibchen erkennen: Das Männchen hat mehr Rückenschilde als das Weibchen. Die Weibchen sind meistens größer und haben kürzere Flügel als die Männchen. Der Körper der Weibchen sieht von unten oft rauten bis kegelförmig aus, der Körper der Männchen dagegen eher schmal und länglich.
Vorkommen

Da die Fangheuschrecken sehr wärmebedürftig ist nimmt ihre Zahl nordwärts ab. Die Gottesanbeterin findet man in Europa im gesamten Mittelmeergebiet und in Mitteleuropa. Außerdem in den warmen Gebieten von Asien, Afrika, Nordamerika und Australien.
Lebensraum

Die Gottesanbeterin lebt in Büschen, Sträuchern und auf dem Boden des Graslandes, aber auch an warmen und trockenen Biotopen. Sie bevorzug sonnige Hänge und Waldränder. In Gebirgen lebt sie bis zu 1700 Höhenmetern.
Fortpflanzung

Die Gottesanbeterin wird im Spätsommer nach der letzten Häutung geschlechtsreif. Ein bis zwei Wochen nach dieser letzten Häutung begeben sich die nun geschlechtsreifen Männchen auf Partnersuche. Bei der Paarung springt das Männchen auf den Rücken des Weibchens und klammert sich am Mittelbrustbereich des Weibchens fest. Wenn das Weibchen das Männchen noch während der Paarung auffrisst, wird die Paarung meist trotzdem noch weiter vollzogen. Das Weibchen beginnt einige Tage nach der Paarung mit der Eiablage. Wenn es eine geeignet Stelle gefunden hat, legt das Weibchen die 100 - 300 Eier ab und schäumt sie mit einem, aus dem Hinterleib austretendem schaumigen Sekret ein. Wenn das Sekret an der Luft erhärtet, entsteht eine bräunliche Eikapsel (Oothek), die etwa 20mm bis 40mm lang und 10mm bis 20mm dick ist. (Wenn das Weibchen sehr viel Nahrung mit hohem Nährstoffgehalt gefressen hat, werden die Ootheken sehr groß. Das heißt, dass auch die Anzahl der Larven zunimmt.) Bei der Trocknung sollte die Tagesdurchschnittstemperatur 22°C betragen und die Luftfeuchtigkeit etwa bei 60 - 70 % liegen. Die erwachsenen Tiere sterben bei den ersten stärkeren Nachtfrösten ab und nur die Eier überwintern in der Eikapsel. Die Larven können dann bei Temperaturen bis -34°C überleben. Die Larven schlüpfen im Frühjahr und entwickeln sich nach sieben Häutungen bis zum Sommerende zu erwachsenen Gottesanbeterinnen.
Entwicklung der Larven

Die Larven schlüpfen im Mai oder Juni. Wenn die Larven sich aus der Oothek befreit haben, verbreiten sie sich schnell in alle Richtungen. Sehr schnell fangen sie an zu fressen. Nach dem Schlüpfen sind die Larven noch sehr klein und man kann Männchen nicht von Weibchen unterscheiden. Sie wachsen erst nach sieben Häutungen zu erwachsenen Gottesanbeterinnen heran. Erst nach der letzten Häutung (Reifehäutung) wachsen der Gottesanbeterin Flügel. Das ist etwa Ende Juli bis Anfang August.
Ernährung

Die Gottesanbeterin sich vor allem von anderen Insekten und Spinnentieren. In Ausnahmefällen auch kleine Wirbeltiere und oft frisst das Weibchen das Männchen noch während der Paarung auf (Kannibalismus). Wenn eine Gottesanbeterin sich einmal vollgefressen hat, dann frisst sie bis zur nächsten Häutung nichts mehr.
Gefährdung

Die Gottesanbeterin ist in Deutschland als "besonders geschützte Art" auf der "roten Liste der Gradflügler" in die Gruppe "gefährdet" eingeordnet.

Anmerkung des Einsenders: Eine 3 hab ich dafür bekommen

Diskussion

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Kommentare

  • TokioLena
    Mon, 03 Apr 2006 18:15:47 GMT THX!!! von TokioLena

    danke für das Referat....also über diese scheiß Gottesanbeterin findet man ja
    echt gar nix!! Aba in deinem Referat sin echt viele Informationen...thx!! Mal
    looken was ich für ne note krieg^^...bis denne und noch ma thx...

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