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in den feldern


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Eingesendet: 21.10.2006
Wörter: 1292
Autor: xrapsoulx
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in den feldern

In den Feldern

I. Am Morgen

Sanfte Hügel recken sich
und gähnen dem wachsenden Licht entgegen.
Die Sonne – rot und fern – bestäubt den wogenden Mais
mit Leben und Hasen bereiten sich auf die Hunde vor.
In der Ferne das Knattern der ersten Traktoren,
die ihren Morgengruß in die staubige Erde ziehen.
Im Roggen nebenan ein Lachsfischer.

II. Zu Mittag

Die Äcker zerbrechen in dem glühenden Tag
und furchtsam verstecken sich die Fische im Schilf
des kleinen Baches, der dürstend seine Bahnen zieht
zwischen Apfelbäumen und toten Mäusen.
Der Sommer dauert ewig
in diesen Stunden
und alles
ruht.

III. Am Abend

Sie kauen an Gerstehalmen und rauchen gestohlene Zigaretten.
Sie schweigen in ihrer eigenen Sprache.
Sie trinken hastig von den erkaltenden Schatten
und vom schalen Bier
und sie planen den nächsten Tag,
an dem sie sich aufs Neue betäuben werden.
Es gibt kein Entkommen aus den Feldern.

IV. In der Nacht

Der Mond rollt sich auf die Seite
der Weizenfelder,
und silbern glänzen die goldenen Ähren.
Der Tag wird zur Nacht, die Nacht wird zu Schweigen,
und nur das geckenhafte Lachen des verlorenen Knaben zerbirst in der Luft.
Seufzend trinkt er die Stunden und wartet
auf neue Tage
oder Leben.

Ein Lachsfischer im Roggen nebenan.

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