Traum der Kindheit
Traum der Kindheit
In meinem Schoß ein Kinde liegt,
Sein Haar ganz sanft im Winde wiegt.
Es schläft so still, ist schön und rein,
So würd' auch ich gern wieder sein.
Schau' träumend hoch ins Himmelszelt,
Und denk' an eine ferne Welt.
Ich frage mich, wie es geschah,
Dass ich so bald kein Kind mehr war.
Würd' gerne seh'n mit Kinderaugen,
Die ganze Welt durch sie aufsaugen.
's ist zu spät, das muss ich einseh'n...
Die Haare ins Gesicht mir weh'n.
Betracht' das Kind und denke mir,
Es kennt noch nicht den Hass, die Gier.
Ich werd' ihm geben, was ich hab',
Was meine Mutter mir nie gab,
Die Kindheit schützen wie ich kann,
Doch wird es gehen, aber wann?
Das weiß ich nicht, der Weg ist lang,
Hör' in der Ferne ein' Gesang,
Von Trauer und von Schmerz im Leben,
Das will ich diesem Kind nicht geben,
Nur die Liebe aus dem Herzen,
Zu schützen es vor jenen Schmerzen.
In meinem Schoß mein Kinde liegt,
Und sanft im Traum der Wind es wiegt.
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