Nach Beschwerde der Tochter: Michael-Jackson-TV-Satire gekippt

Mon, 30 Jan 2017 12:08:00 GMT von

Eigentlich klang das Projekt äußerst spannend: Für eine Episode der britischen Sky-Arts-Reihe "Urban Myths" wurde ein "Vanity Fair"-Artikel aus dem Jahr 2011 verfilmt.

Der Satire-Beitrag erzählt die wohl erfundene Geschichte - aufgeklärt wurde die Sache nie - von einem angeblichen Roadtrip Michael Jacksons, Marlon Brandos und Elizabeth Taylors unmittelbar nach dem 11. September 2001. Joseph Fiennes ("Shakespeare In Love", "Luther") wurde vor knapp einem Jahr als Jackson-Darsteller bestätigt. Doch zu sehen geben wird es die bereits abgedrehte Episode wohl nie. Der Grund: Paris Jackson, Tochter des verstorbenen Popstars, legte Einspruch gegen die Darstellung ihres Vaters und ihrer Patin Elizabeth Taylor ein, nachdem sie den halbstündigen Film zu sehen bekommen hatte. Sie fühle sich beleidigt und habe sich sogar übergeben wollen, schrieb die 18-Jährige nun bei Twitter. Auch dass ihr Vater von einem weißen Schauspieler dargestellt wurde, missfiel ihr sehr.

Sky Arts strich die Folge aus dem Sendeplan

Michaels Neffe Taj Jackson mahnt in einem Tweet eine "eklatante Respektlosigkeit" seitens des Senders an. Man sei dies in seiner Familie allerdings schon gewohnt. Sky Arts zögerte nicht, die Folge aus dem Sendeplan zu streichen, auch Fiennes sei damit einverstanden gewesen. Vergangenes Jahr äußerte sich der 46-Jährige in einem Interview mit "The Hollywood Reporter" noch überaus begeistert über Drehbuch und Endergebnis.

teleschau | der mediendienst



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