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Fri, 04 Nov 2011 09:45:00 GMT von Annette
Nina Hagen verwöhnt uns mal wieder mit einem neuen Album - es erscheint am 11. November und trägt den Titel "Volksbeat"
Diese Frau ist unglaublich, sie ist schon so lange im Musikgeschäft und schafft es doch immer wieder den geneigten Zuhörer zu verblüffen. Schräg war sie immer, das ist ihr Markenzeichen und passt gut zu ihr. Aber auch akustisch läßt sich der Berliner Paradiesvogel immer wieder etwas einfallen. Nun also soll es Punk und Ska sein, na, bitteschön. Wie sie denn auf die Idee zu diesem Album gekommen sei, beantwortet Nina Hagen ganz schlicht mit: "Höhere Gewalt". Es gebe einen guten Geist und der mache, was er wolle.
"Ich fühl mich nicht mehr wohl im Europa von Helmut Kohl..."
trällerte die Punklady am Mittwoch den Kameras in Berlin entgegen, als sie ihr neues Album "Volksbeat" vorstellte. Saß dabei schick gemacht auf einem Sperrmüllsofa und spielte auf der mitgebrachten "nackten Frau", oder verständlicher ausgedrückt: einer Gitarre. Für ihre Verhältnisse hat sie sich herausgeputzt als wolle sie ins Büro gehen, wären da nicht die pinken Schuhe und Haare. Nina will aber nicht immer nur der schrille Pausenclown sein, schließlich sie ist doch auch nur ein Mensch. Nach einer sehr erfolgreichen Gospel-Platte und ihrem neuen Leben als getaufter Christin, hat sie wieder mal eine frische Berufung für sich entdeckt. "Ich glaube ich bin Protestsänger", teilte sie mit. Die Themen auf der Platte kreisen bunt durcheinander, aber so kennen wir das ja auch. Es geht um Bertolt Brecht, die Menschenrechte, Zwangspsychiatrie und sogar um die Facebook-Seite von Angela Merkel, auf der sie Beschimpfungen entdeckte. 2010 feierte Nina Hagen mit dem Album "Personal Jesus" ihr erfolgreichstes Album seit 1979, warten wir mal ab wie es sich für die neue Platte entwickelt. "Volksbeat" wird im Berliner Szene-Restaurant "Kater Holzig" vorgestellt, das Hausbesetzer-Charme ausstrahlt, sie hat sich entschlossen es nicht wie bei "Personal Jesus", in einer Kirche zu veranstalten - Gottseidank.
Die neue Scheibe klingt schwer nach der jungen Nina Hagen aus den Zeiten von "Unbeschreiblich weiblich" oder des "TV-Glotzers". Aber auch Spirituelles "Jesus ist ein Freund von mir" und Polit-Songs "Wir sind das Volk" sind dabei. Sie singt gerne auf Deutsch, sagt Nina, die lange in den USA lebte. Eine Verneigung vor ihrem Ziehvater, dem DDR-Regimekritiker Wolf Biermann, ist die Cover-Version von "Ermutigung". Das Wort kann man als Quintessenz des Albums verstehen.
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