Musik News: Atomic - das Herz schlägt für die Musik

Mon, 24 Oct 2011 10:48:00 GMT von

Atomic

(Quelle: atomic-press)

Atomic

Geile Neuigkeiten: Die Britpop-Band Atomic veröffentlicht am 28. Oktober ein neues Album unter dem Namen "Heartbeater". Gerade in unserer so schnellebigen Musikwelt erscheint es wie ein kleines Wunder, dass eine Band in Zehn Jahren mit ständigen wechselnden Styles, immer wieder ins Schwarze trifft.

Was hat sich nicht alles verändert in den zurückliegenden zehn Jahren, die Musikbranche ist schnellebig wie nie zuvor und trotzdem trifft das neue Album von Atomic, den Puls der Zeit. Dieser Erfolg ist hart erarbeitet und man wundert sich, wie eine Band, die konsequent gegen alle Regeln des Geschäfts verstößt, immer noch da sein kann. Das liegt wie so oft am Unterschied, den in diesem Fall zwei Brüder machen, welche bis heute einfach ihren Traum vom ganz großen Rock'n Roll leben. Die Zwillinge aus dem Bayrischen Wald hatten es nie leicht, aber Thomas und Rainer Marschel haben einfach härter gearbeit als andere und weil ihre Songs in der Vergangenheit so oft mal als 'in' und dann wieder 'out'bezeichnet wurden, aber trotzdem nie ganz verschwanden, darf man sie getrost als zeitlos bezeichnen. Für eine gute Rock'n Roll Platte gibt es keine falsche Zeit.

Nicht einfach ein Longplayer

Irgendwie 'out' ist heute ja ein einfacher Langspieler, aber genau das ist "Heartbeater" nicht, die Jungs haben sich die Mühe gemacht ein richtiges Album zusammenzustellen. Man kann hören, dass sie sich Gedanken gemacht haben über die Reihenfolge und Übergänge der einzelnen Songs, das große Ganze eben und dadurch gewinnt das Album an Qualität. Auch beim Hören der einzelnen Stücke kann man ins Schwärmen geraten, da steckt einfach Herzblut und Können drin. Die gemeinsamen Referenzen von Atomic sind die Beatles, die Stones und auch die Kinks, aber ebenso finden sich Einflüsse von Oasis,The Verve und Mando Diao darin wieder. Gitarren dominieren und der gesamte Sound ist ein wenig rauher geworden als auf den Vorgängern, ohne allerdings an Vielfalt und Fantasie einzubüßen. Wenn man sich die Stücke "Come Closer" und "Lady Sun" vornimmt, hört man energiegeladene Ohrwürmer mit brillianten Gitarrenriffs und "Black Angels" und "Shadow Dancer" sind Reminiszenzen an große Britpop Hymnen aus den 90er Jahren. Wer sich dann noch "Sunshine Bliss" anhört, liegt richtig mit der Behauptung einen beachtenswerten (Spät-)Sommerhit zu vernehmen. Mehr wäre zuviel gewesen, das hätte bedeutet die Scheibe künstlich aufzubauschen, aber zu Schluss gibt es noch einen kleinen Spaß extra. Wer sich nämlich das Album bis zum Ende gönnt, der findet im Schlusstitel "Don't Rip It Up" einen Hidden Track, und das im mp3-Zeitalter!
Dieser Gag ist dann wieder so konsequent Fortschrittsverachtend, dass man sich verbeugen möchte, denn die mp3-Kids werden ihre Mühe haben, diesen letzten Track in zwei mp3s zu zerschnipseln. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass für einzelne Stücke noch Gastsänger mit von der Partie sind, als da wären Thees Uhlmann und Diane Weigmann, womit "Heartbeater" zu einem Album geworden ist für Menschen, die ehrliche, unverfälschte Gitarrenmusik lieben, keinen Trends hinterher jagen und eine lieb gewonnene Platte auch mal in Endlosschleife hören können.



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