Aaliyah, geboren am 16. Januar 1979 in Brooklyn, New York; gestorben am 25. August 2001 in Marsh Harbour, Abaco, Bahamas; bürgerlich Aaliyah Dana Haughton, war eine US-amerikanische Contemporary R&B-Sängerin und Schauspielerin.
Im Alter von 14 Jahren unterzeichnete Aaliyah Haughton 1993 einen Plattenvertrag mit Blackground Records, dem Label ihres Onkels Barry Hankerson. Im Jahr darauf begann sie gemeinsam mit ihrem späteren Mentor R. Kelly an ihrem Debütalbum "Age Ain’t Nothing But A Number" bei Jive Records zu arbeiten. Nicht zuletzt dank seiner erfolgreichen Singleauskopplungen konnte das Album, im Laufe der Monate weltweit mehr als fünf Millionen Kopien absetzen. Nach diversen Auseinandersetzungen mit Kelly wechselte Aaliyah Ende 1995 zu den Nachwuchsproduzenten Timbaland und Missy Elliott über. Das gemeinsam erarbeitete Album "One In a Million", das im Sommer 1996 veröffentlicht wurde, übertraf den Erfolg des Debüts mit 8 Millionen verkauften CDs bei weitem und brachte sechs äußerst erfolgreiche Auskopplungen hervor.
Anschließend gelang es der Sängerin 1997 mit "Journey to the Past", dem Oscar-nominierten Titelsong zum Zeichentrickfilm "Anastasia", ein weiteres Mal auf sich aufmerksam zu machen. Mit der 1998 veröffentlichten Single "Are You That Somebody?", dem Titelsong zur Eddie-Murphy-Komödie "Dr. Dolittle", konnte Aaliyah im Folgejahr zudem schließlich auch europaweit musikalisch Fuß fassen. Trotz des anhaltenden Erfolges entschied sie sich nach der Veröffentlichung dazu, dem Showgeschäft vorübergehend den Rücken zu kehren, um ihren High-School-Abschluss zu beenden.
Nach intensivem Schauspieltraining gelang es Aaliyah 2000 schließlich, ihre erste Rolle in dem Martial-Arts-Film "Romeo Must Die" an der Seite von Jet Li zu spielen. Ähnlich wie der Film, konnte auch der von Aaliyah und Timbaland co-produzierte Soundtrack sich in den vorderen Rängen der Charts etablieren. Mit dem Titelsong "Try Again" konnte Aaliyah sich sogar erstmals an der Spitze der US-amerikanischen Billboard Hot 100 platzieren. Sie wurde außerdem für den Grammy nominiert.
Nach weiteren Filmaufnahmen für die Verfilmung "Königin der Verdammten" in Australien begannen die Dreharbeiten zu "Matrix Reloaded" und "Matrix Revolutions". Dafür kehrte Aaliyah im Frühjahr 2001 in die USA zurück, auch um die Veröffentlichung ihres dritten Albums vorzubereiten. Während die erste Auskoppelung „We Need a Resolution“ lediglich durchwachsene Erfolge in den Charts genoss, stieg "Haughton" mit ihrer selbstbetitelten LP "Aaliyah" bis auf Platz 2 der US-amerikanischen Albumcharts.
Am 22. August 2001 begannen Aaliyah und ihr Team in Los Angeles die Dreharbeiten zum Musikvideo der Single "Rock The Boat". Am darauf folgenden Tag entschied man sich schließlich dazu, für zwei weitere Tage auf die Bahamas zu fliegen, um dort mit einigen Außenaufnahmen weiter am Video arbeiten zu können. Ein Teil der Truppe blieb nach Ende der Dreharbeiten am 25. August 2001 auf den Inseln zurück, aber Aaliyah und sieben ihrer Crew-Mitglieder traten in einer Cessna 402B die Heimreise an. Unmittelbar nach dem Start jedoch stürzte das Flugzeug wenige hundert Meter hinter der Landebahn zu Boden. Aaliyah, Eric Foreman, Anthony Dodd, Scott Gallin, Christopher Maldonado, Douglas Kratz, Gina Smith und Keith Wallace sowie der Pilot verunglückten dabei tödlich. Wie man später feststellte, war das Flugzeug um etwa 400 kg überladen, da die Passagiere trotz der Warnungen des Kapitäns darauf bestanden hatten, dass alle Gepäckstücke mitgenommen wurden.