Der Name A-ha bezieht sich auf einen frühen Liedtitel der Band. Nachdem die Bandmitglieder einige Wörterbücher überprüft hatten, fanden sie heraus, dass „a-ha“ ein internationaler Ausdruck ist, der Erkenntnis mit positiver Wertung ausdrückt. Die Band hielt den Namen für kurz, einfach auszusprechen und ungewöhnlich und wählte ihn daher für sich.
Als die drei smarten Norweger im Jahr 1985 mit dem Popsong "Take On Me" die Charts der Welt stürmten, nahm eine große Musikkarriere ihren Anfang, besonders der Video-Clip zu diesem Hit revolutionierte alles, was vorher an songbegleitendem Filmmaterial zu sehen war: Halb real, halb gezeichnet stolpern Morten und seine damalige Freundin durch Raum und Comicheft.
Die zweite Singleauskopplung "The Sun Always Shines On TV" aus ihrem Debüt-Album "Hunting High And Low" stand "Take On Me" in nichts nach, belegte aber auch, dass A-ha nicht nur pfiffige Popsongs schreiben konnten, sondern auch rockigere, melancholisch-symphonische Nummern zu ihrem Repertoire gehörten.
Nachdem im Jahr 1993 erschienenen Album "Memorial Beach" allerdings wurde es still um A-ha, die mit Recht als eine der erfolgreichsten Band der 80er Jahre bezeichnet werden kann, es begaben sich alle drei Mitglieder auf Solopfade. Pål gründete mit seiner Frau Lauren die erfolgreiche Band Savoy und veröffentlichte 1995 das erste Album "Mary Is Coming" und im selben Jahr brachte auch Morten das Album "Wild Seed" im Alleingang heraus und bewies, dass er nicht nur der singende Kopf einer Teenie-Band war. Magne widmete sich stärker der bildenden Kunst und versorgte gleichzeitig mit Kjetil Bjerkestrand unter dem Namen "Timbersound" Film und Fernsehen in Norwegen mit Soundtracks. Sein erstes Soloalbum, auf dem unter anderem Coldplay-Bassist Guy Berryman gastiert, erschien 2004 auf Magnes eigenem Label "Passion Fruit". Trotz andauernder Soloausflüge, verloren sich die drei Musiker von A-ha nie aus den Augen. Als sie 1998 auf einer Friedensnobelpreisfeier nach langer Zeit wieder mit einem neuen Song "Summer Moved On" zusammen auftraten, entstand die Idee, es noch mal ernsthaft zusammen zu versuchen. Die Band beschloss, den Pop-Biz-Rhythmus aus Platte, Promotion und Tour wieder aufzunehmen. Nach einer umjubelten Welttournee veröffentlichen die Jungs 2002 mit "Lifelines" ein vielschichtiges Album, auf dem erstmals Paul als Songwriter in den Hintergrund rückte. Nach dem Release gönnte sich der Dreier eine kleine Auszeit, um dem Privatleben nachzugehen. Morten stellte in Norwegen eine eigene Brotsorte vor, Magne machte als bildender Künstler von sich reden und Paul tauchte in New York unter und pflegte seine Flugangst.
Im Juli 2004 wurde bekannt, dass sich die Band nach 20 Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit endgültig von ihrer Plattenfirma Warner trennt. A-ha unterzeichneten einen neuen, weltweiten, drei Alben umfassenden Vertrag mit Universal Records. Im Herbst 2005 war dann die Zeit für ein neues Studioalbum gekommen, dem die Jungs eine "Greatest Hits"-Tournee folgen ließen. Im Januar 2006 erreichte "Analogue" immerhin Platz 10 der britischen Charts, die beste Platzierung seit 18 Jahren.
Eine neuerliche Labelrochade brachte 2009 Pro7-Sat1 mit "We Love Music" ins Spiel. Diese hatten bereits bei Take That und Sasha die Power des TV-Marketings voll ausgereizt und ein gutes Händchen bewiesen. Jetzt kamen Magne, Morten und Paul in den Genuss, wie der höchste deutsche Charteinstieg (#3) seit "Take On Me" zeigte. "Foot Of The Mountain" wurde als "exklusive Weltpremiere" bei Germany's Next Topmodel vorgestellt und die drei Jungs in den Wochen danach durch sämtliche Boulevard- und Morningshows getrieben.
Das Trio schien sich ob des Erfolges, dem Motto verschrieben zu haben, dass man aufhören solle, wenn es am schönsten sei. Runde 25 Jahre nach ihrem Welterfolg "Take On Me" beendeten die drei Norweger ihre Karriere. Die Abschlusstournee und damit die Ära A-ha endete im Dezember 2010 mit einem Dreifach-Gig daheim in Oslo. Begleitend zur Tournee erschien die Best-Of mit dem passenden Namen "25".
Letzte Besetzung:
Gesang: Morten Harket
Gitarre: Pål Waaktaar-Savoy
Keyboard: Magne Furuholmen